INSM-WiWo-Städteranking 2011
Münster unter Top 3 der deutschen Wirtschaftsstandorte
Münster, 9. Dezember 2011.
Münster gehört auch im neuesten Großstadtranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und Wirtschaftswoche zum Spitzentrio der attraktivsten deutschen Wirtschaftsstandorte. Platz drei lautet die heute veröffentlichte Bilanz zur aktuellen Leistungsstärke der Westfalenmetropole. Nur die beiden Landeshauptstädte München (1) und Stuttgart (2) schneiden besser ab. In NRW ist Münster vor Düsseldorf wiederum Primus.
Die Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren. Im Abschlussbericht der Studie heißt es, dass es Münster gelungen sei, über alle herangezogenen Bereiche ein sehr hohes Niveau zu erreichen, zu sichern und sich dabei kaum Schwächen zu erlauben. „Dieses Ranking zeigt, dass die Unternehmen am Wirtschaftsstandort Münster ihre Arbeit richtig gut machen. Aufgrund unserer gefestigten Wirtschaftsstrukturen sind wir seit Jahren stabil. Das verdient Respekt“, erklärt Dr. Thomas Robbers, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Münster GmbH. „Wir fühlen uns in unseren Stärken bestätigt und halten an unserem Kurs fest. Münster ist ein gesunder Wirtschaftsstandort.“
Oberbürgermeister Markus Lewe verweist auf das nachhaltige Vorgehen der Stadt. „In Münster halten wir gute Rahmenbedingungen vor. Damit das auch weiterhin der Fall ist, werden wir unsere Hausaufgaben, gestützt auf einer breiten Basis, konsequent weitermachen. Zum Wohl unserer Bürger und Wirtschaft.“
Bundesweiter Vergleich
Mit einer Arbeitslosenquote von 6,0 Prozent im Jahr 2010 liegt Münster bundesweit bei den Arbeitsmarktdaten auf Platz 2. Das Ergebnis zeugt zudem von einem hohen Wohlstandsniveau (8), in das die Einkommenssteuerkraft (9) und das verfügbare Einkommen von 22.307 Euro (6) einfließen. Mit einer Arbeitslosengeld II-Empfängerquote von nur 5,1 Prozent landet Münster gar auf Rang 3 von 50 analysierten Städten. In Sachen Wirtschaftsfreundlichkeit schließt die Westfalenmetrolopole hinter Osnabrück und Braunschweig auf Platz 3 ab. Im Einzelnen sind Münsters Unternehmen mit dem Verwaltungshandeln (6), der Attraktivität des Standorts (7) und den infrastrukturellen Bedingungen (2) sehr zufrieden.
Eine weniger gute Platzierung belegt Münster mit Blick auf den Gewerbesteuerhebesatz. Die Höhe des Gewerbesteuerhebesatzes entscheidet mit über die Attraktivität einer Stadt für Unternehmen. In Münster liegt dieser Hebesatz bei 460 Prozent bei einem Durchschnittswert von 449 Prozent. Platz 30 für Münster. Ebenfalls nur einen Platz im Mittelfeld beschwert Münster die Kriminalitätsrate. Im Jahr 2010 registrierte man in Münster 10.391 Straftaten je 100.000 Einwohner (Mittelwert: 10.378 Delikte), vermutlich auch aufgrund der hohen Anzahl der Fahrraddiebstähle. Daraus folgt Rang 28.
Im NRW-Vergleich Platz 1
Im Vergleich der 21 Großstädte Nordrhein-Westfalens verzeichnet Münster als „Perle“ in NRW hervorragende strukturpolitische Daten und liegt damit Platz 1 vor Düsseldorf (bundesweit 7) und Bonn (bundesweit 10). Münster hat in NRW die beste Arbeitslosenquote, die niedrigste Arbeitslosengeld II-Empfängerquote und einen dritten Platz beim Wohlstand.
Zum INSM-Städteranking
Arbeitsmarkt, Soziales, Wirtschaft und Wohlstand: INSM-WiWo- Städteranking 2011 basiert auf mehr als 90 sozio-ökonomischen Indikatoren. Das Niveau-Ranking beschreibt den Ist-Zustand, das Dynamik Ranking weist die Entwicklung einer Stadt in den Jahren 2005 bis 2010 aus. Das Dynamik Ranking hat den Vorteil, dass auch Städte mit einer schwachen Ausgangsbasis eine Chance auf einen vorderen Platz haben. Es versteht sich von selbst, dass Städte, die sich seit Jahren auf einem hohen Niveau bewegen, weniger dynamisch sind als Standorte mit ursprünglich schlechtem Niveau. So kommt es, dass Münster und Hamburg nur im Mittelfeld und München sowie Stuttgart sogar nur am Ende der Tabelle der 50 einwohnerstärksten Städte rangieren.
