Gute Ergebnisse hat die WFM auch beim Grundstücksgeschäft erzielt. Insgesamt haben die Wirtschaftsförderer in den vergangenen zwölf Monaten 124.257 Quadratmeter vermittelt und damit sogar den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2007 übertroffen.
Zwar wurden 2009 weniger Grundstücke verkauft als in den zurückliegenden Jahren – dafür waren die Flächen um ein Vielfaches größer. Besonders hervorzuheben ist hier das durch die GAD eG erworbene Grundstück. Insgesamt 66.000 Quadratmeter sind in den Besitz des IT-Unternehmens übergegangen. Auch der Discounter RATIO Handels GmbH & Co. KG hat mit rund 43.000 Quadratmetern einen großen Anteil an der vermittelten Gesamtfläche.
„Die Zahlen sind ein Zeichen dafür, dass Unternehmen in Münster weiterhin Raum für Wachstum benötigen“, resümierte WFM-Geschäftsführer Dr. Thomas Robbers bei der Präsentation der Ergebnisse. „Angesichts der Krise ist anzunehmen, dass Betriebe künftig auf Flexibilität setzen und somit noch stärker in Mietimmobilien investieren.“
Ein Rückgang ist allerdings im Bereich der durch die WFM vermittelten Neuansiedlungen von Unternehmen zu verzeichnen. „Durch die Wirtschaftskrise sind die Unternehmen vorsichtiger geworden. Ich bin daher froh, dass die WFM die örtlichen Unternehmen dabei unterstützt hat, trotz der schwierigen Zeiten noch mehr Arbeitsplätze zu sichern als in den vergangenen Jahren“, erläuterte WFM-Aufsichtsratsvorsitzende Svenja Schulze.
Robbers belegte Schulzes Aussagen mit Zahlen: Die Wirtschaftsförderung hat im Laufe des Jahres 2009 an der Sicherung von 1.144 Arbeitsplätzen mitgewirkt. Die Summe der in diesem Zeitraum neu geschaffenen Jobs beläuft sich auf 253. Wie in den Vorjahren entfielen die meisten der geschaffenen und gesicherten Arbeitsplätze auf die Branchen Dienstleistung mit 42 Prozent und Produktion mit 31 Prozent.
Ein dickes Plus hat die WFM auch mit ihren Beratungsangeboten im Bereich Fördermittel erzielt. 2009 wurden 269 Förderanträge gestellt. Das sind mehr als doppelt so viele wie im Jahr 2008, alle wurden bewilligt. Dementsprechend hat sich auch die Zahl der eingeworbenen Fördermittel mehr als verdoppelt. Das Gesamtvolumen beträgt rund 862.000 Euro.
Maßgeblich zu der Summe beigetragen haben Fördersummen aus den Instrumenten Potenzialberatung und Gründercoaching. „Ein weiterer Grund für den Erfolg ist das zum Jahresanfang eingeführte Mikrodarlehen, das mittlerweile ein wahrer Fördermittel-Renner ist“, so Robbers.
In der Existenzgründungsberatung führten die WFM-Kundenberater 234 persönliche Erstgespräche mit Gründungsinteressierten. Hinzu kamen zusätzliche Beratungen auf externen oder eigenen Veranstaltungen.
Die WFM hat in den vergangenen Jahren außerdem besonderes Augenmerk auf die vier Kompetenzfelder Nanobioanalytik, Gesundheitswirtschaft, Geoinformatik und Oberflächenbearbeitung mit Farben und Lacken gelegt. „Die Kompetenzfelder haben sich in den vergangenen Jahren hervorragend entwickelt“, lobt der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Georg Berding. „Hier wurden auch 2009 die Weichen für wichtige Projekte gestellt.“
Ein Projekt zur Förderung des Clusters Nanobioanalytik ist beispielsweise der geplante Ausbau des voll ausgelasteten CeNTech: das so genannte CeNTech II. Erstmals hat die WFM Details zur Erweiterung vorgestellt. Für insgesamt fünf Millionen Euro werden hier rund 1.900 Quadratmeter hochwertige Mietfläche für Laborräume entstehen. Baubeginn ist voraussichtlich im August 2010, geplante Fertigstellung im September 2011.
Ab 2010 will die WFM insbesondere durch ihre Tochter Technologieförderung Münster GmbH (TFM) auch das Kompetenzfeld der wissensintensiven Dienstleistungen anschieben. Von der Vermietungsleistung der TFM konnten die Wirtschaftsförderer Positives vermelden: Durch Neuvermietungen im Technologiehof und im Biotechnologiezentrum ist die von der TFM betriebene Fläche nahezu ausgelastet.
„2009 ist insgesamt ein gutes Jahr für uns gewesen, in dem wir die starken Ergebnisse des Vorjahres stabilisiert und teilweise übertroffen haben“, fasst Robbers zusammen. „Darüber hinaus konnten wir die Initialzündung für zahlreiche Projekte wie beispielsweise den Hansa-BusinessPark geben, die den Unternehmen in Münster noch mehr Raum zur Entfaltung bieten werden.“
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