WFM Münster

Presse - Pressemeldungen


Pressemitteilung 766111 der Wirtschaftsförderung Münster

Überdurchschnittliches Vermietungsergebnis

Wirtschaftsförderung präsentiert neue Büromarktstudie

Münster - Mit einem Flächenumsatz von zirka 68.800 Quadratmetern hat Münsters Büromarkt das drittbeste jemals registrierte Ergebnis erzielt. Damit liegt die Westfalenmetropole rund 10.500 Quadratmeter über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre. Insgesamt verfügt der Wirtschaftsstandort Münster nun über einen Büroflächenbestand von 2,07 Millionen Quadratmetern.

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Flächenumsatz des münsterischen Büromarktes zwar um sechs Prozent gesunken, dennoch ist das Resultat gemessen am Durchschnittswert solide. Dies gründet sich neben einer Vielzahl kleinteiliger Vermietungen auch auf zahlreiche mittelgroße Mietabschlüsse sowie einige Großvermietungen. Dabei zeigte sich eine leichte Dominanz der Büroflächennachfrage bei den kleinen und mittleren Flächen bis 1.000 Quadratmeter mit 57,8 Prozent gegenüber 42,2 Prozent bei den großen Flächen. Zwei große Büroflächenumsätze über 4.000 Quadratmeter wurden durch die Eigennutzer Brillux und LVM erreicht.

„Die lebhafte Nachfrage zeichnet Münster als begehrten Standort aus, der sich einen soliden Stammplatz auf der wirtschaftlichen Landkarte wichtiger Unternehmen gesichert hat“, betonte Dr. Thomas Robbers, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Münster GmbH (WFM), bei der Präsentation der aktuellen Büromarktstudie. „Wir betrachten insbesondere die aktuelle Nachfragesituation als wegweisendes Signal für die Zukunft.“

Der Trend der Büroflächennachfrage ging im vergangenen Jahr erneut verstärkt in Richtung Innenstadt und angrenzende Gebiete. Über die Hälfte der gesamten Nachfrage, rund 39.000 Quadratmeter, bündelte sich im Stadtbezirk Mitte. Mit je nahezu einem Fünftel der Gesamtnachfrage folgten die Bezirke West und Südost.

„Wir liegen mit einer Leerstandsrate von 5,9 Prozent durchaus im Trend der bundesweiten Büromarktentwicklung“, erläuterte Robbers. „Herausragende deutsche Bürozentren, wie beispielsweise Frankfurt am Main mit 13,8 Prozent, weisen wesentlich höhere Leerstandsraten als Münster auf.“ Nachdem im Jahr 2008 erstmals ein Leerstandsrückgang von 114.000 auf 112.000 Quadratmeter verzeichnet werden konnte, erhöhte sich in diesem Jahr die Quote freistehender Flächen wieder auf 122.000 Quadratmeter.

Auch in Zeiten der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise kann Münster einige hochwertige Bauprojekte mit Büromietflächen aufweisen. Von aktuell rund 21.100 Quadratmetern im Bau befindlicher Mietfläche sind noch rund 11.700 Quadratmeter für den freien Markt verfügbar. „Angesichts der konstanten Nachfrage im vergangenen Jahr ist eine Vermietung der aktuell noch freien Flächen bis zur Baufertigstellung für die Mehrzahl der laufenden Projekte auf jeden Fall realistisch“, so Robbers. „Insbesondere im Bereich hochwertiger Flächen, also auch bei Neubauflächen, war eine intensive Nachfrage zu erkennen.“ Ein konkretes Bauprojekt stellt der Büroneubau für das Hauptzollamt Münster in der Loddenheide mit knapp 6.000 Quadratmetern dar, für den der Grundstein im Mai gelegt wurde.

Beim Höchstmietpreis liegt Münster gleichauf mit Bremen: Das Niveau hat sich auch 2009 auf dem Vorjahreswert von 12,50 Euro nettokalt pro Quadratmeter gehalten. Essen und Dortmund mussten leichte Einbußen hinnehmen und rangieren nun mit 13 Euro pro Quadratmeter nur knapp vor Münster. Seit 2005 konnte Münster derweil mit mehr als 10 Prozent eine der höchsten Steigerungsraten bei den B-Standorten erzielen. Im Durchschnitt bringen Neubauflächen sowie modernisierte und dabei repräsentative Altbauflächen in der Stadtmitte rund 10,50 Euro pro Quadratmeter.

Der Kreativkai aus der Lagekategorie „Cityrand, Stadtteilzentren, Büroparks“ erzielt bei Neubauflächen die Höchstmiete von 12,50 Euro pro Quadratmeter. An der Peripherie erreicht das Mietniveau für Bestandsflächen im Durchschnitt indes nur 5,50 Euro pro Quadratmeter. „Überholte Objekte sind nicht mehr marktgerecht“, konstatierte Robbers. „Wer vermieten will, muss investieren.“ Die mit der Mietfläche gewichtete Durchschnittsmiete für Münster insgesamt beträgt für 2009 8,30 Euro pro Quadratmeter.

Die Büromarktstudie Münster: Seit 1998/1999 wird die „Büromarktstudie Münster“ von der WFM veröffentlicht. Für das aktuelle Berichtsjahr hat das internationale Immobilien-Beratungsunternehmen BNP Paribas Real Estate Consult GmbH aus Hamburg bei der Untersuchung des Büromarktes in Münster erstmals neben dem reinen Vermietungsumsatz auch die Nachfrage durch die Eigennutzer eingebunden. Ziel ist eine optimierte Vergleichbarkeit der Umsatzleistung Münsters mit anderen Büromärkten Deutschlands, bei deren Erhebungen die Eigennutzer ebenfalls ausgewiesen werden. Die vorliegende Studie analysiert die Büroflächenentwicklung innerhalb der Stadt hinsichtlich Leerstand, Angebot, Vermietungsleistung, Nachfragestruktur, Mietpreise, Projekte und allgemeinen Marktperspektiven.

Hinweis für Medienvertreter: Die komplette Büromarktstudie steht im Internet unter http://www.wfm-muenster.de in der Rubrik Publikationen zum Download bereit.

Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten:
bueromarkt2009

Die aktuelle Büromarktstudie zeigt: Auch im Jahr 2009 hat der münsterische Büromarkt stabile Werte erzielt. Darüber freuen sich Dr. Thomas Robbers, Geschäftsführer der WFM, und Georg Berding, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der WFM (v.l.).