Textil- und Bekleidungsverband setzt "textiles Ausrufezeichen"

Richtfest im Gewerbepark Loddenheide

Der Verband der nordwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie, seit mehr als 60 Jahren an Münsters Moltkestraße zu finden, baut im Gewerbepark Loddenheide eine neue Hauptgeschäftsstelle. Damit legt er ein Bekenntnis zum Münsterland als westdeutscher Textilhochburg ab. Für das Projekt hat der Verband in attraktiver Lage am Martin-Luther-King-Weg ein von der Wirtschaftsförderung Münster GmbH vermarktetes Grundstück gekauft.

Die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie sei eine Hightech-Branche mit Zukunft. Das solle mit dem Neubau demonstriert werden, hieß es beim jetzigen Richtfest. "Wir wollen damit ein textiles Ausrufezeichen setzen und schaffen die Voraussetzungen für gute Verbandsarbeit in den nächsten Jahrzehnten", sagte Präsidialmitglied Justus Schmitz. Das Gebäude wird nach Plänen des münsterischen Architekturbüros Behet Bondzio Lin realisiert. In dem dreistöckigen Gebäude sind neben den Büros der knapp 20 Verbandsmitarbeiter ein großer Sitzungssaal und mehrere Besprechungsräume untergebracht.

Die oberste der drei Etagen will der Verband an ein bis drei gewerbliche Nutzer vermieten, die Bedarf an kleinteiligen, flexibel aufteilbaren Flächen in zentrumsnaher Lage haben. Mit der Vermarktung der Einheiten ist ebenfalls die Wirtschaftsförderung beauftragt. „Hochwertige Büroeinheiten von kleiner bis mittlerer Größenordnung bedienen die hohe Nachfrage sehr gut“, erklärt WFM-Geschäftsführer. „Ich wünsche mir, dass solche Investitionen für den Eigenbedarf mit zusätzlichen Mietflächen weiterhin Schule machen“, freut sich Robbers über das Bauvorhaben auf der Loddenheide. Die Wirtschaftsförderung hatte den Textil- und Bekleidungsverbands bei der Standortsuche intensiv begleitet und schließlich eine passgenaue Grundstückslösung anbieten können.

„Wir haben uns bewusst erneut für Münster entschieden, da die Stadt in der Mitte zwischen unseren beiden Schwerpunktregionen Westmünsterland und Ostwestfalen-Lippe liegt“, sagte Holtgrave. Der Verband werde zukünftig über modernste Tagungsmöglichkeiten für Versammlungen, Seminare und Schulungen der Mitarbeiter der rund 270 Mitgliedsunternehmen verfügen. Zudem wolle der Verband sich auch nach außen öffnen und externen Nutzern den Sitzungssaal zur Verfügung stellen.

Die Büros und Sitzungsräume sind sämtlich mit Blick auf den kleinen See auf der Loddenheide ausgerichtet. Zur Wasserfläche hin öffnet sich eine großflächige Glasfassade, während die Rückseite fensterlos bleibt. Hier will der Verband ein architektonisches Ausrufezeichen setzen, das auf den ersten Blick deutlich macht, für welche Branche er steht. So wird die aufwändig gestaltete Klinkerfassade auf einer Breite von 70 Metern durch computerberechnete und exakt platzierte Klinker in Sonderformen den Eindruck eines über das gesamte Gebäude geworfenen Textilgewebes vermitteln. „Wer vom Martin-Luther-King-Weg auf das Gebäude zufährt, wird schon an der Fassadengestaltung erkennen, dass er zum Textilverband kommt“, sagte Holtgrave.

Der Umzug von der Moltkestraße auf die Loddenheide ist für die Verbandsmitarbeiter im Frühsommer vorgesehen. Bis dahin soll auch feststehen, wer dort die Mieter sind. Interessenten für die Mietflächen können sich ab sofort beim Textilverband melden und haben noch die Möglichkeit bei der Gestaltung und Ausstattung der Mietflächen mitzuwirken.