Mit der „Boxershirts“ die Welt verbessern

Gründungswoche: Ideen mit sozialem Nutzen klar im Trend

Bildung, Gesundheit, Ernährung, Inklusion und wirtschaftliche Teilhabe: Diese und weitere Gebiete liefern auf der ganzen Welt gesellschaftlichen Zündstoff – und damit die Schaffensgrundlage für Social Entrepreneurs. Ihre Geschäftsideen, die angesichts vielfältiger Missstände etwas positiv verändern können, liegen klar im Trend und wurden bei der 15. Gründungswoche genauer betrachtet.

Auf Einladung von Frauen & Beruf Münster e.V. und der Wirtschaftsförderung Münster GmbH srachen Laura Haverkamp von Ashoka Deutschland, Clemens Binder vom Duisburger Social Impact Lab und das „enactus“-Studierenden-Team der Uni Münster über die unternehmerische Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen.
Das globale Netzwerk Ashoka begleitet über 3.200 Social Entrepreneurs weltweit und hilft angesichts der drängenden gesellschaftlichen Fragen bei der Entwicklung von Innovationen, Erschließung neuer Märkte und Geschäftsmodelle „zum Wohle aller“, so Laura Haverkamp. Mit klassischen Unternehmen aus der Wirtschaft teilten Social Entrepreneurs Unternehmergeist, Visionskraft, Pragmatismus, Kreativität und den Willen zum Erfolg. Inhalt und Ziel der Arbeit von Social Entrepreneurs sei aber gemeinnütziger Natur.
Unternehmer, die mit „Social Businesses“ profitabel werden, reinvestieren Gewinne wieder, um ihr Modell weiter verbreiten zu können. „Sich selbst zu bereichern, ist nicht das Ziel.“ Ashoka fördert Social Entrepreneurs bei der Umsetzung und Verbreitung der innovativen Idee, durch die Vernetzung untereinander und mit Akteuren aus der Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft.
Auch die Organisation Social Impact legt ihren Fokus auf die Unterstützung von Social Startups, die mit innovativen Ideen gesellschaftliche Herausforderungen unternehmerisch lösen, so Clemens Binder. Die gemeinnützige GmbH betreibt Social Impact Labs, in denen Start-ups mit Coaching, Qualifizierung, Co-Working, Netzwerkkontakten und Förderprogrammen unterstützt werden.
Das Ziel, die Welt mit unternehmerischem Ansatz zu verbessern, verfolgen auch Studierende aus Münster, die sich an der weltweit agierenden Initiative „enactus“ beteiligen. Jan Niklas Hölters stellte das internationale Projekt „EinDollarBrille“ vor, die von den Menschen vor Ort selbst hergestellt und an hilfsbedürftige Menschen verkauft wird. Henrike Eiden und Kim Tu sprachen über nachhaltige Bodennutzung in Afrika.
Anna Scharfenkamp und Markus Heuchert präsentierten eine Boxershorts, mit dessen Fertigung ein aus Syrien geflüchteter Schneider sein Geld verdient. Der Clou: Die Hose wird aus alten Oberhemden hergestellt, der Kragen bleibt erhalten – und fertig ist die „Boxershirts“.