Nach wie vor: Besucherzahlen in der Innenstadt auf hohem Niveau

Frequenzzählung der Wirtschaftsförderung in der City

Attraktiver Einzelhandel, abwechslungsreiche Gastronomie und vielfältige Kulturangebote im unverwechselbaren Stadtbild: Es ist eben dieser bestechende Mix, der nach wie vor viele Menschen in die münsterische City lockt. Die von der Wirtschaftsförderung Münster GmbH (WFM) im Jahr 2017 erhobene Besucherzahl bestätigt das hohe Frequenzniveau. An einem Samstag im Mai wurden an 24 innerstädtischen Standorten zwischen 12 und 13 Uhr fast 53.200 Passanten gezählt. Die höchsten Frequenzen verzeichneten die seit Jahren beliebtesten Routen Ludgeristraße, Prinzipalmarkt und Salzstraße. Die Daten zeigen dem Einzelhandel und der Gastronomie die beliebten Aufenthaltsorte, Flaniermeilen und Wegebeziehungen auf.

„Shoppen, Bummeln, Sightseeing und Atmosphäre schnuppern – dieses Erlebnis gibt es nicht im Internet, sondern nur in Münsters Innenstadt – hervorgerufen durch ein attraktives Geflecht von Straßen, Gassen und Plätzen“, erklärt WFM-Geschäftsführer Dr. Thomas Robbers. Durch das stabile Passanten-Aufkommen dürfe aber nicht der Eindruck entstehen, dass das Online-Geschäft dem stationären Handel nichts anhaben könne. „Der Wettbewerbsdruck ist da. Und das bedeutet, dass die Stadt auch zukünftig ein attraktives Handelsumfeld schaffen muss“, sagt der Chef der Wirtschaftsförderung, die hierzu ihren Beitrag leiste.

Die bei der Zählung erfassten Daten dienen Immobilieneigentümern und Investoren sowie dem Städtebau zur Potenzialbestimmung innerstädtischer Lagen. Die WFM nutzt die Frequenzen bei der Beratung von Einzelhandelsunternehmen, Gastronomen und weiteren Nutzern von Ladenlokalen. „Die Passanten verteilen sich über die gesamte Innenstadt. Sie schätzen die Einkaufsmeilen ebenso wie B-Lagen, die sich im Laufe der Zeit hervorragend entwickelt haben, und kurbeln mit ihrem Rundlauf die Dynamik an“, so Robbers. „Das Potenzial der Wegeverbindungen und Plätze ist nicht ausgeschöpft.“

Für die Passanten-Zählung hatte die WFM auch 2017 das Institut für Geographie der Uni Münster unter der Leitung von Dr. Christian Krajewski beauftragt. Während die Frequenzen an den beiden Toplagen Ludgeristraße (6.069/vor den Arkaden) und Prinzipalmarkt (5.538) etwas geringer als im Vorjahr ausfielen, wurden interessanterweise an den Zählstandorten in den Verlängerungen der Flaniermeilen Ludgeristraße (Höhe C&A/3.561) und Salzstraße (Salzhof/2.307) mehr Passanten registriert als in den Vorjahren.

Ein deutlich höheres Aufkommen gab es auch auf der Rothenburg (3.048) im Bereich zwischen LWL-Landesmuseum und der Ecke Königsstraße, auf der Königsstraße (1.665) und auf der Aegidiistraße (1.464). Des Weiteren wurden auf der Stubengasse (2.778), am Spiekerhof (1.410) und Hötteweg (1.113) etwas mehr Menschen erfasst.

Das Ergebnis zeigt: Durch städtebauliche Planung und Steuerung sind an mehreren Stellen markante Eingangsportale und Aufenthaltsorte geschaffen worden, die sich bei den Besuchern der City einer großen Beliebtheit erfreuen. Der Wechsel zwischen quirligeren und ruhigeren Standorten sowie die Mischung aus inhabergeführtem Einzelhandel und den Ketten macht die reizvolle Atmosphäre aus.

Die Passanten-Frequenzmessung stellt zum einen die Beliebtheit eines Standorts fest, indem die dortigen Besucher im Verhältnis zum Gesamtaufkommen in der City betrachtet werden. Zum anderen werden die Daten der 24 Standorte eines Jahres in Relation zueinander gesetzt, um Auskunft über das Kräfteverhältnis in der Innenstadt zu erhalten. „Es wird interessant zu beobachten sein, wie sich die Eröffnung des Bahnhofs am 24. Juni auf die Belebung der Achse Windthorststraße auswirken wird“, sagt Torben Breuker, WFM-Kundenberater im Bereich Handel. „Wir gehen davon aus, dass die Windthorststraße ihrer Rolle als attraktives Einfallstor in die City wieder gerecht wird. Davon profitieren auch die ansässigen Betriebe.“

Zum Hintergrund: Passanten-Frequenzmessung 2017
Die Wirtschaftsförderung Münster GmbH beauftragte auch 2017 das Institut für Geographie der Uni Münster unter der Leitung von Dr. Christian Krajewski mit der Zählung der Passanten. Die Messungen in Münsters Innenstadt, an den Ausfallstraßen Hammer Straße, Wolbecker Straße und Warendorfer Straße sowie im Stadtteil Hiltrup erfolgten von 12 bis 13 Uhr am Donnerstag, dem 18. Mai 2017, und am Samstag, dem 20. Mai 2017.

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Die Passantenfrequenzmessung in voller Länge: Hier geht´s per Klick zum Bericht
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