Gewerbeflächenentwicklung

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Das Ende 2016 beschlossene Konzept zur weiteren Gewerbeflächenentwicklung in Münster trägt erste Früchte: So hat die Stadt Anfang 2018 darüber informiert, dass am Heumannsweg nahe der Loddenheide neuer Spielraum für Firmen geschaffen werden soll. Darüber hinaus bleibt abzuwarten, wie die Stadtverwaltung mit drei weiteren, im Flächennutzungsplan als potenzielle Gewerbeflächen benannte Standorten verfährt. Zur Entspannung beitragen sollen die Areale am Bahnhaltepunkt Roxel (ca. 1 ha), am Stadthafen II (zwischen Jovel und Hafengelände/ca. 4 ha) und an der Steinfurter Straße (nördlich Austermannstraße/11,2 ha). Aufgrund der hohen Nachfrage von leistungsstarken Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren der Flächenmangel in Münster zugespitzt.

Zuzüge im NBZ: Nach einer zweieinhalbjährigen Start- und Wachstumsphase im Center for Nanotechnology (CeNTech) hat die Monasterium Laboratory GmbH Anfang 2018 im Nano-Bioanalytik-Zentrum (NBZ) einen neuen Standort eröffnet. Der Dienstleister im Bereich der präklinischen Testverfahren der Haar- und Hautforschung arbeitet kliniknah mit intakten menschlichen Haarfollikeln und Hautproben, wobei Testverfahren für die jeweiligen Kunden-Fragestellungen maßgeschneidert eingesetzt werden. Den gleichen Weg vom CeNTech in das NBZ hat die EVORION Biotechnologies GmbH beschritten. Sie entwickelt hochleistungsfähige Zellkultur- und Analysesysteme zur präzisen Charakterisierung von Zellen und Geweben im Bereich der Krebsforschung. Die neuen Räumlichkeiten im NBZ bieten dem noch jungen Unternehmen Entfaltungsmöglichkeiten in einem einzigartigen Umfeld.


Hektar hatte die Wirtschaftsförderung Münster im Gewerbegebiet „Östliche Münsterstraße“ Ende 2018 noch im Angebot, nachdem in jüngster Zeit immer wieder Grundstücke verkauft und bebaut worden waren. Zu den Projekten zählen die Erweiterung des Gemüsebauers Hugo Runtenberg wie auch die Entwicklungen der Malerfirma Meinel, der Brinkmann Heizungs- und Sanitärtechnik und der ULYC GbR. Für einen Teil der Restflächen am Rande des südöstlichen Stadtteils Wolbeck liegen der vermarktenden Wirtschaftsförderung Reservierungen vor.

Jahre nach Eröffnung hat BAUHAUS an der Theodor-Scheiwe-Straße 2 ein neues Abhollager in Betrieb genommen. Hier wird ausgeliefert, was schwer oder sperrig ist oder in großen Mengen benötigt wird. Wie schon 2014 hat die WFM den Fachmarktspezialisten bei diesem Projekt begleitet. Sie hat die Gespräche zwischen dem Grundstückseigentümer und Handelsunternehmen moderiert und war auch in das Genehmigungsverfahren einbezogen. BAUHAUS zählte 2018 zum Zeitpunkt der Lagereröffnung in Münster 95 Mitarbeiter einschließlich der 18 neu geschaffenen Stellen.

Standortsicherung par excellence: Die Technologieförderung Münster GmbH hat mehr als fünf Millionen Euro in die Verdoppelung des Biotechnologiezentrums Münster (BioZ) investiert. Der 2018 realisierte Anbau bietet den langjährigen Mietern Cilian, Vaxxinova und Wessling eine Wachstumsperspektive und führt zu zusätzlichen hochqualifizierten Arbeitsplätzen. Neu im BioZ ist seit Ende des Jahres die DAIKIN Chemical Europe GmbH. Sie will von der besonderen
Forschungsinfrastruktur in Münsters Innovationsviertel profitieren.


Ihre neuen Firmenstandorte haben die Franz Bracht Kranvermietung und der Autohändler Stopka im Hansa-BusinessPark in Betrieb genommen. Die neue Präsenz der Schwerlast-Experten auf Wachstumskurs umfasst ein Bürogebäude mit Sozialtrakt, eine Industriehalle für Reparatur- und Wartungsarbeiten sowie ein Außengelände mit Fuhrpark und Waschplatz auf einem 7.000 Quadratmeter großen Grundstück. Nach einer Bauzeit von 13 Monaten hat auch Stopka Mitte September das neue Domizil eröffnet. Das Unternehmen der NagelCarGroup investierte an der Kölner Straße zirka 5,5 Millionen Euro und richtete zusätzliche Stellen ein.

Gebäuderiegel, Innenhof und Tiefgarage: An der Wilhelm-Schickard-Straße hat die Wirtschaftsförderung eines der letzten Grundstücke im Technologiepark verkauft. Auf knapp 4.400 Quadratmetern entsteht ein Office-Center für Start-ups sowie junge und etablierte Technologiefirmen. Ankermieter wird die Gesellschaft für Biomechanik Münster mbH (GeBioM). Die Suche nach geeigneten Mietflächen im Technologiepark hat sie mit der Wilhelm Schickard Campus GmbH (WSC) zusammengeführt. Die restlichen 2.500 Quadratmeter Büro-, Werkstatt- und Laborflächen werden an den individuellen Forderungen potenzieller Nutzer ausgerichtet.


Quadratmeter misst das Grundstück, auf dem das „Campus Loddenheide“ benannte Joint Venture einen Bürostandort errichtet. Um moderne und flexible Arbeitsflächen für Büronutzer und Dienstleister zu schaffen, ist eine raffinierte städtebauliche Lösung mit zwei L-förmigen Bürobaukörpern geplant worden, dank der alle Flächen im Projekt gleichermaßen attraktiv sind. Beide Gebäude können je zwei Adressen mit separaten Eingängen bilden. Zudem wird ein Parkhaus mit 200 Plätzen entstehen, rund 20 weitere Stellplätze sind vor den Gebäuden vorgesehen. Das 2018 präsentierte Grimm-Landmarken-Kooperationsprojekt markiert den erfolgreichen Abschluss der Büroflächenvermarktung im Gewerbepark Loddenheide.

 

 

war der Umzug für Cervotec aus Wachstumsgründen unumgänglich. Der Firmenname steht für abschließbare Fahrradgaragen und Zweiradunterstände „Made in Münster“. Nach dem Weggang vom Gewerbegebiet Haus Uhlenkotten werden die im Premiumsegment angesiedelten Produkte an der Roxeler Otto-Hahn-Straße 40, dem ersten eigenen Firmenstandort, entwickelt und produziert. Cervotec bedient die Märkte in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Spatenstich für neues Backhaus: An der Münsterstraße in Wolbeck ist im November der Startschuss für den neuen Frede-Standort erfolgt. Das Traditionsunternehmen stellt seinen Betrieb in 3. Generation mit einer hochmodernen Produktionsstätte und einem Bistro neu auf – ein Novum in der 88-jährigen Firmengeschichte. Frede beschäftigte bislang zirka 20 Mitarbeiter. An der neuen Wirkungsstätte beim Classical Service Center will er weitere Arbeitsplätze schaffen.


Fünf neue Mieter hat die Wirtschaftsförderung dem Projektentwickler und Investor Schocher Immobilien 2018 für das jüngste Projekt beigesteuert. Es handelt sich um den Gebäudeteil F des businessdock officeparks an der Lippstädter Straße, der bereits ein halbes Jahr vor Bezugsfertigkeit eine Vermietungsquote von rund 90 Prozent aufgewies. Das Konzept der kleinteiligen Flächen mit individueller und bedarfsgerechter Aufteilung ist damit erneut aufgegangen. Schon bei vorherigen officepark-Bauabschnitten und bei dem 2012 realisierten Büroturm businessdock 2.0 (Gebäude A) war eine hohe Nachfrage in diesem Segment vorhanden. Die WFM hat Schocher Immobilien hinsichtlich Nachfragestruktur und Mieteranforderungen beraten. Sie begrüßt derartige nachfragegerechte und zukunftsweisende Büroneubau-Projekte angesichts des sich weiterhin verknappenden Büroflächenangebots in gefragten Lagen in Münster.

Quadratmeter große, nach neuesten Modern-Workplace-Kriterien gestaltete Mietflächen stehen dem IT-Dienstleister busitec nach der Verlagerung ins Gewerbegebiet Münster-Loddenheide zur Verfügung. Der neue Standort umfasst unter anderem flexible Arbeitsplätze, Collaboration Areas als kreative Teamräume sowie Ruhezonen. Der 1999 gegründete Spezialist für integrative Cloudlösungen ist kontinuierlich gewachsen. Die Firma beschäftigt in Münster sowie in Karlsruhe und Berlin zirka 40 Mitarbeiter, die Unternehmen mit Lösungen zur effizienteren Prozessgestaltung am Arbeitsplatz durch Automatisation unterstützen.