Münster entwickelt sich unter guten Bedingungen weiter

Kompetenz-Netzwerk Zukunftssicherung erweitert Kreis der Partner

Die Stadt Münster hat sich in den vergangenen Jahren zu einem starken Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort entwickelt, der unaufhörlich wächst. Diesen Eindruck bekamen mehr als 100 Gäste des Kompetenz-Netzwerks Zukunftssicherung bestätigt. Es hatte seine Veranstaltung der weiteren Entwicklung Münsters gewidmet. Zu der Frage, wie sich der Wandel in den nächsten Jahren und Jahrzehnten gestaltet, sprachen Prof. Thomas Hauff, Fachstellenleiter im Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung Münster, Bernadette Spinnen, Leiterin Münster Marketing, und Thomas Malessa, Geschäftsführer Münsterland digital.

„Die Planungen der Stadt, der demografische Wandel, die Digitalisierung und weitere Faktoren werden die Bedingungen an unserem Wirtschaftsstandort prägen. Ob im Handel, Handwerk oder in der Dienstleistungsbranche – die Arbeitswelt wird sich dadurch wandeln“, erklärte Dr. Christina Willerding von der Wirtschaftsförderung Münster GmbH. Sie hatte die Veranstaltung in der Kreishandwerkerschaft federführend organisiert. „Mit der Themenstellung will das Netzwerk Unternehmen und Entscheider dafür sensibilisieren, dass sich die Wirtschaft besser heute als morgen mit den positiven wie negativen Einflussfaktoren auf die betriebliche Leistungsfähigkeit auseinandersetzen sollte.“
Die Initiative versteht sich als Anlaufstelle für Unternehmen aller Branchen, die Fragen rund um Themen zu Liquiditätssicherung, Ertragsstärkung, Beschäftigungssicherung, Umstrukturierung und Sanierung haben. In den Fokus ist das Thema „Personal und Arbeitsmarkt“ gerückt. Denn das Finden und Binden von Fachkräften, die Qualifizierung von Mitarbeitern und Lösungen zur Nachfolgeregelung stellen für Unternehmen neben dem Alltagsgeschäft besondere Herausforderungen dar.
Hauff, Spinnen und Malessa sendeten in den Vorträgen positive Signale aus, dass sich Unternehmen in Münster gut aufgehoben fühlen können. Die Hochschule als „Jungbrunnen“ garantiere den Zuzug junger Menschen und stelle dem Arbeitsmarkt qualifizierte Absolventen zur Verfügung. Darüber hinaus wachse die Stadt auch durch den Geburten- und Wanderungsüberschuss.
Bernadette Spinnen verdeutlichte, dass die Stadt ihre Entwicklung ernst nehme und im Zuge eines Zukunftsprozesses aktiv angehe. Ein Anfang 2018 gestarteter Prozess zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept greife vorhandene Konzepte und laufende Planungen auf und definiere integrierte Handlungsfelder für 2030 und darüber hinaus. Darauf aufbauend werden konkrete Handlungsansätze erarbeitet und politische Beschlüsse zur Umsetzung vorbereitet.
Zum Thema Digitalisierung, das die Lebens- und Arbeitswelt weiter verändert wird, sprach Thomas Malessa. Er empfahl Unternehmen ein Umdenken in Bezug auf die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle bzw. Erschließung neuer Märkte. Das Kooperieren und Teilen von Wissen zur Entwicklung neuer Strategien, Geschäftsmodelle, Produkte und Dienstleistungen auf digitaler Basis bezeichnete er als große Chance für Unternehmen. Im Zuge dessen stellte er das Digital Hub münsterLAND vor, das digitale Innovationen und ihre erfolgreiche Umsetzung in der regionalen Wirtschaft durch die Zusammenarbeit mit Startups und Hochschulen und die Schaffung eines Unterstützungsangebots für Corporate Entrepreneurship Initiativen fördere. Das Hub ist Teil des Vereins münsterLAND.digital e.V. mit Malessa als Vorstandsvorsitzendem.

Zum Kompetenz-Netzwerk Zukunftssicherung gehören:
Arbeitsagentur, Deutscher Gewerkschaftsbund, Handelsverband NRW Westfalen Münsterland, Handwerkskammer Münster, IHK Nord Westfalen, Jobcenter Münster, Kreishandwerkerschaft, Kanzlei mönigundpartner, Wirtschaftsförderung Münster