Weit mehr als ein Onlineshop für vegane, fair und ökologisch produzierte Produkte

„Indie Nische“ war bei roots of compassion zu Gast

Vor fast 20 Jahren reisten zwei Menschen mit veganem Schokoladenkuchen und Infomaterial zur Stärkung von Tierrechten von Event zu Event. Diese Initiative bildete die Grundlage für das Kollektiv roots of compassion, das unter anderem im Internet fair und ökologisch produzierte Kleidung sowie vegane Produkte vertreibt. Bei „Indie Nische!“, einer Veranstaltungsreihe der Wirtschaftsförderung Münster GmbH (WFM), gaben Simon Kneip und Alexander Naniev im Interview einen Einblick in das Wirken der neunköpfigen Solidargemeinschaft. Die Fragen stellte Dr. Christina Willerding, WFM-Kundenberaterin im Bereich Handel.

Der Betrieb strebt nicht nach Gewinnmaximierung, so die Referenten, sondern sei bedürfnisorientiert auf das Gemeinwohl ausgerichtet. „Wir arbeiten ohne Chefin oder Chef und treffen wichtige Entscheidungen einstimmig in unserem wöchentlichen Plenum. Außerdem zahlen wir uns allen denselben Stundenlohn.“ Besonders wichtig sei es, sich mit anderen progressiven Initiativen und Projekten zu vernetzen und diese auch finanziell zu unterstützen: zum Beispiel Lebenshöfe, Klimaschutzorganisationen und antirassistische Initiativen.
Das über die Jahre gewachsene und professionalisierte Projekt roots of compassion, zu deutsch „Wurzeln der Barmherzigkeit“, hat sich als feste Größe in der deutschen Tierrechts- und Veganismusszene etabliert. Dazu tragen auch Bücher zu den Themen Veganismus, Tierbefreiung und Gesellschaftskritik bei. Die Publikationen haben in dem ersten bebilderten veganen Kochbuch Deutschlands ihren Ursprung. Die Veröffentlichung aus dem Jahr 2008 führte zur Gründung des Verlags compassion media.