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Ökologische Transformation Gewerbegebiete

Ökologische Transformation Gewerbegebiete Münster

Als eine von 100 Städten, die mit dem EU-Missions-Label ausgezeichnet sind, geht Münster in Sachen Klimaschutz voran. Dabei wird ein großer Anteil der CO₂-Emissionen in Münster durch Industrie und Gewerbe verursacht. Es reicht also nicht aus, neue klimaneutrale Gebiete zu entwickeln – auch an bestehenden Gewerbestandorten muss gearbeitet werden.

Das von der Wirtrschaftsförderung Münster GmbH initiierte Projekt „Ökologische Transformation Bestandsgewerbegebiete Münster“ setzt genau hier an: Schritt für Schritt werden bestehende Gewerbegebiete in Münster auf ihre ökologischen Potenziale hin analysiert und weiterentwickelt.

Das Gewerbegebiet Süd Siemensstraße ist als Pilotgebiet prädestiniert. Zu den besonderen Voraussetzungen zählen u.a. ein vorhandenes Umspannwerk, das erhöhte Starkregenrisiko sowie Kooperationsmöglichkeiten zwischen engagierten Unternehmen.

Auftakt im Gewerbegebiet „Süd Siemensstraße“
Beim ersten Netzwerktreffen am 3. November 2025, das zugleich den Projekt-Kick-off markierte, standen der Ausbau von Photovoltaik, der Aufbau eines Innovationskreises für kreative Energielösungen und die Startberatung Energieeffizienz & Klimaanpassung im Mittelpunkt. Die Netzwerktreffen richten sich in erster Linie an die Betriebe vor Ort.

Treffen des Innovationsteams aus dem Gebiet
Das Team verfolgt seit Ende November die Zielsetzung, die Herausforderungen der ansässigen Betriebe umfassend zu analysieren und darauf aufbauend passgenaue Lösungen zu entwickeln. Ein erster Schwerpunkt liegt dabei auf der effizienten Nutzung lokal erzeugter Energie innerhalb des Gewerbegebiets sowie der Optimierung ihrer Verteilung vor Ort.

Weitere Informationen

Ziele des Vorhabens

Die Reduzierung von CO₂-Emissionen
Betrachtung von Potenzialen hinsichtlich erneuerbaren Energien, Effizienzsteigerungen, Mobilität und Förderung einer effizienten Energieversorgung.

Stärkung der Wirtschaftskraft der Betriebe
Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit durch nachhaltige Technologien

Klimaanpassungsmaßnahmen
Entwicklung von Strategien gegen die Folgen des Klimawandels, z. B. Starkregenschutz

Federführende Projektpartner

Wirtschaftsförderung Münster GmbH
Die WFM hat als Initiator auch die Federführung in diesem Projekt. Als zentrale Schnittstelle zwischen dem Stadtkonzern und den beteiligten Unternehmen sorgt die WFM für eine enge Zusammenarbeit der Partner und treibt die Umsetzung der Projektziele voran.
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Stabsstelle Klima der Stadt Münster
Die Stabsstelle Klima unterstützt und begleitet Münster auf dem Weg zur Klimastadt – durch Koordination von Prozessen, Konzepten und Strategien, Transparenz und durch die Umsetzung und Begleitung konkreter Maßnahmen.
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Stadtnetze Münster GmbH
Als Netzbetreiber ist der Töchterbetrieb der Stadtwerke Münster GmbH ein wesentlicher Projektpartner und bringt die Expertise sowohl in die Planungs- als auch in die Umsetzungsphase ein.
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Weitere Mitglieder im Steuerungsgremium

Amt für Immobilienmanagement
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Amt für Mobilität & Tiefbau der Stadt Münster
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Stadtplanungsamt der Stadt Münster
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Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit
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Projekt-Schwerpunkte

Das Projekt konzentriert sich darauf, den ansässigen Betrieben echte Mehrwerte zu bieten. Im Mittelpunkt stehen konkrete, praxisnahe Angebote zu Themen, die für die Betriebe relevant sind.

  • Möglichkeiten zur Vernetzung und zum Erfahrungsaustausch mit benachbarten Betrieben
  • Beratungsangebote zu Energieeffizienz, betrieblicher Mobilität und Wassermanagement
  • Informationen zum Netzausbau, Photovoltaik-Ausbau und kommunaler Wärmeplanung
  • Option zur Mitwirkung in Innovationsteams für kreative Lösungen im Bereich grüner Energien im Quartier
  • Optimierung der Mobilität (öffentlich & betrieblich) im Gebiet

Gebietsstruktur/ Klimaanpassung

>> Flächenentsiegelung – Vermeidung von Hitzeinseln
>> Vorfluter- & Versickerungsflächen – Vorbeugung Starkregen

Energieeffizienz & EE

>> PV, Tiefengeothermie, Wasserstoff
>> Parkplatzüberdachung-PV
>> Energieaustausch zwischen Unternehmen

Klimagerechte Sanierung der Bestandsgebäude:

>> Dämmung, Modernisierung Fenster
>> Hydraulischer Abgleich
>> Fassaden-/Dachbegrünung, helle Dach- & Fassadenflächen
>> Beleuchtung

Mobilität

>> Anbindung ÖPNV (Haltestellen & Linien) und Ausbau Fahrradwege
>> E-Ladesäulen und Car-Sharing-Flotte
>> Zentrale Quartiersparkplätze – Park- bzw. Bike-Sharing, E-Roller Stellplätze
>> Waschgelegenheiten für Rad fahrende Beschäftigte

Abfallmanagement

>> Kreislaufwirtschaft: Minimierung des Abfalls

Biodiversität

>> Fassadebegrünung (ermöglicht Kühlung)
>> Baumpflanzung (Obstgehölze) erhöht Insektenvielfalt