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Eine Straße wird zur Semesterarbeit von Design-Studierenden

Der Verspoel soll attraktiver werden

Der Verspoel soll attraktiver werden und mehr Publikum anlocken: Das ist das Ziel von Händlern, Dienstleistern und Eigentümern, die seit Anfang 2015 das Potenzial unter die Lupe nehmen. Was ist für diese Verbindung zwischen Ludgeri- und Klosterstraße typisch? Wo liegen die Schwächen und die Stärken für die weitere Entwicklung. Diese Fragen stellen sich neben der Interessengemeinschaft, der Wirtschaftsförderung Münster GmbH (WFM), Münster Marketing und städtische Vertreter nun auch Studierende der Münster School of Design.

Im Rahmen ihrer Semesterarbeit bei Prof. Steffen Schulz werden sie in den kommenden Monaten die Lage analysieren und infolge Maßnahmen erarbeiten. Mit der Ergebnispräsentation ist Anfang 2016 zu rechnen.
Dabei werden Vorschläge mehrerer Disziplinen, zum Beispiel aus dem Kommunikations-, Medien- und Produktdesign einfließen, wie die Auftaktveranstaltung mit allen Beteiligten gezeigt hat. Skulpturen, Bäume sowie kreative Farb- und Lichtkonzepte – der
Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, erklärt WFM-Beraterin Dr. Christina Willerding, die das erste Treffen moderierte. Dabei ging die Kennerin des Handelsstandorts Münster auf den Charakter des Verspoels und auf seine Randlage im Süden der Altstadt ein. „Der Verspoel bietet einen bunten Mix aus kleinteiligem Handel, Kunst, Gastronomie und Wohnen. Die Herausforderung ist, wie er an Identität, Aufenthaltsqualität und Anziehungskraft gewinnt.“ Anja Hitzler-Spital aus dem Citymanagement von Münster-Marketing ergänzte: „Der Verspoel ist mit keiner anderen Straße in Münster zu vergleichen, sondern individuell zu betrachten.“
Zu viele parkende Autos vor Geschäften, schmale Gehwege, eine schlechte Beleuchtung sowie Sicht- und Bewegungshindernisse an der Ecke Ludgeristraße/Verspoel: Das sind nur einige von mehreren kritischen Dingen, die den Studierenden als Anknüpfungspunkte für ihre Arbeit dienen können. „Entscheidend wird sein, wie es gelingt, die Passanten vom Marienplatz und der Ludgeristraße durch gestalterische Maßnahmen in den Verspoel zu locken“, erklärt Willerding. Und gegebenenfalls lasse sich auch von der Windthorststraße und Klosterstraße ein attraktiven Zugang schaffen, sagt sie weiter. Denn: Der Verspoel ist im Zusammenspiel der Standorte zu betrachten, der sich mit individuellen Konzepten von den Angeboten in den starken A-Lagen unterscheidet. Das stellt eine große Chance zu mehr Gewicht und Glanz dar.“