Gesundheitsmanagement ist Teil der Firmenkultur
Fast-Forward-Veranstaltung der WFM Münster
„Die aktive Förderung der Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten über das ganze Arbeitsleben hinweg ist ein wichtiger Handlungsansatz für gesunde Unternehmen“, erklärte Christian Ahlers, Leiter des Betriebsservice Gesunde Arbeit bei der Deutschen Rentenversicherung. Aufgabe der Betriebe sei es, die Strukturen eines ganzheitlichen Gesundheitsmanagements zu schaffen, das auf ein verbessertes Gesundheitswissen und –verhalten, auf gesundheitsfördernde Arbeitsbedingungen und auf die Verankerung im Betrieb ausgerichtet sei.
Roland Schäfer, Personal- und Gesundheitsmanager bei der Agravis Raiffeisen AG, beschrieb betriebliches Gesundheitsmanagement als eine bedeutende Stellschraube zum Erreichen der unternehmerischen Ziele. Das setze zum einen motivierte und leistungsfähige Mitarbeiter voraus. Es erfordere auf der anderen Seite auch engagierte Führungskräfte, die „auf die eigene Balance und Energie achten“. Für beide Gruppen stünden bei dem Agrarhandelsunternehmen Angebote mit dem Schwerpunkt auf der Prävention zur Verfügung. „Wir forcieren das Thema schon in der Ausbildung, weil wir frühzeitig an die Mitarbeiter herantreten wollen“, sagte Schäfer. „Gesundheit können wir nicht verordnen. Wir können nur sensibilisieren, einladen, ermutigen. Durch die Tür muss jeder selber gehen.“
Die Agravis informiert unter anderem mittels Broschüren und Newsletter. An den Standorten fungieren Mitarbeiter zudem als Ansprechpartner in allen Belangen der Gesundheitsförderung. Schäfer stehe mit Führungskräften im Kontakt und erfahre so, wo der Schuh drückt. „Gesundheitsmanagement geht nicht nach dem Gießkannenprinzip. Ich muss es an dem individuellen Bedarf ausrichten“, erklärte Schäfer.
Wie Christian Ahlers und Roland Schäfer nahm auch Astrid G. Lethert vom der pme Familienservice GmbH die Mitarbeiter in die Pflicht: Gesundheitsprävention liege in der Verantwortung des Mitarbeiters, wobei sich gute Rahmenbedingungen positiv auf seine Motivation auswirken könnten. Beschäftigte hätten weniger Beschwerden, wenn sie zum Beispiel gut informiert sind, sich beteiligt fühlen, Anerkennung erfahren und die Sinnhaftigkeit von Aufgaben verstehen. Vorgesetze sollten wertschätzend, glaubwürdig und fair agieren, so Lethert: „Betriebliches Gesundheitsmanagement ist Führungsaufgabe.“