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Durch „Schule – und dann?“ in die Ausbildung gestartet

Berufswahl-Projekt verhilft Schülern zum Berufseinstieg

Was für ein Kabelsalat? Das heillose Durcheinander von grünen, türkisenen und orangenen Strippen hat für die 18-jährige Merle Bremerich System. Routiniert öffnet sie den Serverschrank im Rechenzentrum, prüft Verbindungen und bestätigt ihrem Ausbilder: „Alles ok!“ Sie lernt bei dem IT-Dienstleister ISC Münster den Beruf der Fachinformatikerin für Systemintegration. Der Sprung von der Realschule in den Job gelang ihr über die Aktion „Schule – und dann!“ der Wirtschaftsförderung Münster GmbH, bei der 15 Unternehmen über Arbeitsfelder, Duale Studiengänge und Einstiegschancen informieren. Die diesjährige Aktion startet am Montag (22. Februar) und nimmt für einige Firmenbesuche noch Anmeldungen unter www.schule-und-dann.info entgegen.

Für Merle Bremerich hat sich der „Schule – und dann!“-Besuch gelohnt: „Ich wollte was mit Computern machen, auch weil mein Lieblingsfach Informatik war.“ Anfangs lernte sie im Bereich Applikationen zum Beispiel, Softwareinstallationen, Druckerstände und Fernwartungen durchzuführen. Im Laufe der Ausbildung ist sie auch in der Softwareentwicklung, in der Einheit Interne Dienste und im Marketing beschäftigt. „Ich erfahre täglich neues, bin mittendrin und bekomme viel Input“, freut sich die erste ISC-Auszubildende. Auch ISC-Personalreferentin Angelika Schürmann betont den Nutzen des Berufswahl-Projekts für die Firma. „Wir kommen mit jungen, motivierten Menschen, die sich aktiv um Ihre Zukunft kümmern und für eine Sache begeistern, persönlich in Kontakt. Das ist gegenüber dem herkömmlichen Bewerbungsprozedere von Vorteil“, sagt sie. „Auch die zukünftige Auszubildende zur Fachinformatikerin im Bereich Anwendungsentwicklung kommt über ,Schule und dann?‘ zu uns“.

Von zwei abwechslungsreichen Wochen beim Finanzamt Münster-Außenstadt berichten auch Lorin Atalan und Julia Riedel. Hier haben sie Anfang 2016 infolge von „Schule – und dann!“ ein Praktikum absolviert. Die Regale voller Steuerakten, den Band der wichtigsten Steuergesetze zur Hand und Übungsaufgaben zur Bearbeitung – das macht den Mädchen Spaß. „Ich finde es toll, dass wir Fälle bearbeiten dürfen. Jeder Tag ist anders und aufregend. Außerdem haben wir viele Infos über die Ausbildung bekommen“, bedankt sich Julia bei der Ausbildungsleiterin Birgit Mester. Lorin ergänzt: „Mir gefällt, dass alle Mitarbeiter bemüht sind, uns ihr Aufgabengebiet verständlich darzustellen.“ Sie kann sich eine Ausbildung in der Finanzverwaltung vorstellen.

Alexander Burbank ist schon zwei Schritte weiter, denn seine Teilnahme bei „Schule – und dann!“ liegt vier Jahre zurück. Für den jungen Mann stand 2011 nach der Beresa-Werksbesichtigung schnell fest, dass er künftig in der Kfz-Branche lernen und arbeiten wolle. Die anschließende Bewerbung bei Jana Strieker, Ausbildungsleiterin des Mercedes Benz-Autohauses, war von Erfolg gekrönt. Burbank begann 2012 die Ausbildung zum Automobilkaufmann, machte seine Sache gut und wurde anschließend als Nachwuchsverkäufer übernommen. Auch ihm öffnete „Schule – und dann!“ die Tür zur beruflichen Karriere.

www.schule-und-dann.info