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Mehr als zehn Millionen Menschen sind 2019 über die Ludgeristraße flaniert

Erster Jahreswert der elektronischen Frequenzmessung

Einmal jährlich lässt die Wirtschaftsförderung Münster GmbH (WFM) die Passanten in der Innenstadt händisch zählen. „Durch diese Momentaufnahme erhalten wir wichtige Erkenntnisse zur Dynamik in der City“, erklärt WFM-Geschäftsführer Dr. Thomas Robbers. Zusätzlich betreibt das städtische Tochterunternehmen seit etwas mehr als zwölf Monaten elektronische Messstellen auf der Ludgeristraße und auf der Rothenburg rund um die Uhr.

Die permanente Datenerhebung hat zum Beispiel ergeben, dass auf der Ludgeristraße in Höhe der Arkaden im Jahr 2019 knapp 10,2 Millionen Menschen unterwegs waren. Auf der Rothenburg wurden im gleichen Zeitraum knapp 7,2 Millionen Passanten erfasst. Das höchste Aufkommen in einer Stunde verzeichnete übrigens die Ludgeristraße am Samstag, dem 21. Dezember 2019, zwischen 14 und 15 Uhr mit 10.063 Menschen. Hier erreichte das Weihnachtsgeschäft seinen Höhepunkt.

Das Messverfahren erhebt per Laserscanner präzise Frequenzwerte, die minutengenau und grafisch aufbereitet zur Verfügung stehen. Personenbezogene Daten werden nicht erhoben. „Wir können so jederzeit auf Tages-, Wochen- und Monatsverläufe zugreifen. Und Anfang 2021 lassen sich erstmals auch die Jahreswerte miteinander vergleichen“, erklärt Robbers. Die Wirtschaftsförderung nutzt die Zahlen unter anderem zur Beratung des Handels und der Gastronomie, zum Beispiel im Hinblick auf die Öffnungszeiten oder die Disposition des Personals. „Wenn zum Beispiel am späten Nachmittag die meiste Laufkundschaft unterwegs ist, sollte sich nicht die Hälfte der Mitarbeiter schon in den Feierabend verabschiedet haben.“

Des Weiteren profitieren auch Immobilieneigentümer und Investoren sowie Stadtplaner von dem exakten Datenmaterial, mit dem sich das Potenzial bestimmter innerstädtischer Lagen bestimmen lässt. Bei der Auswertung arbeiten die WFM und die hystreet.com GmbH eng zusammen. Das Start-up-Unternehmen ist auf Frequenzmessungen in beliebten Einzelhandelslagen deutscher Städte spezialisiert.

Auch Linus Weistropp, Quartiersmanager und Geschäftsführer der Initiative Starke Innnenstadt (ISI), bewertet den Einsatz des elektronischen Messverfahrens als großen Gewinn. „Interessant wird die permanente Messung von Passantenströmen vor allem bei besonderen, sich wiederholenden Anlässen. Hierzu zähle ich beispielsweise das alljährliche Weihnachtsgeschäft, das Stadtfest und das Hansemahl. Angesichts des großen Nutzens wünschen wir uns in der Altstadt eine Ausweitung der Erhebung.“