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Passantenfrequenzmessung: Positive Signale in Richtung Handel und Gastronomie

WFM-Frequenzzählung 2020 in der Innenstadt

Münster. Münsters Innenstadtbesucher flanieren nach wie vor am liebsten über den Prinzipalmarkt. Ebenso strömen die Passanten bevorzugt durch die Ludgeristraße und die Rothenburg ins Zentrum. Dagegen leidet das Aufkommen zum Beispiel auf der Windthorststraße, weil wegen Corona am Bahnhof weniger Fahrgäste ankommen. Diese und weitere Erkenntnisse hat die Wirtschaftsförderung Münster GmbH (WFM) aus der diesjährigen Frequenzmessung gewonnen. Die händische Zählung erfolgte am Samstag, dem 20. Juni, zwischen 12 und 13 Uhr an 24 Standorten in der Altstadt.

Interessant ist neben den Werten einzelner Lagen auch das Gesamtaufkommen: In der Summe wurden an den Messstellen in der Mittagsstunde knapp 47.000 Besucher erfasst. Dieses Resultat aus der neunten Verkaufswoche nach Lockdown-Ende liegt deutlich unter den letztjährigen Ergebnissen und unter dem Zehn-Jahres-Durchschnitt von zirka 50.000 Passanten. Es ist jedoch besser als erwartet.

Diese Zahlen senden viele positive Signale in Richtung Kaufleute beziehungsweise Händler und Gastronomen aus. Das Ranking der City-Standorte zeigt diesen Gruppen, wo sich die Menschen am meisten tummeln und welche Wege und Plätze noch Potenzial haben. Das Datenmaterial der Wirtschaftsförderung dient auch Immobilieneigentümern und Investoren sowie dem Städtebau als wichtige Handlungsgrundlage; die Zählung führten Studierende vom Institut für Geographie der Westfälischen Wilhelms-Universität durch.

Der Prinzipalmarkt verteidigt im Jahr 2020 seine Top-Platzierung mit 5.649 gezählten Passanten in der samstäglichen Mittagsstunde. Zum zweiten Mal in Folge hat die „gute Stube“ die Ludgeristraße/Zählstelle Arkadeneingang (4.647) von ihrer langjährigen Spitzenposition auf den zweiten Platz verdrängt. Der Bereich der Rothenburg zwischen Königsstraße und Prinzipalmarkt hat in der Gunst der Passanten aufgeholt und landet auf dem dritten Platz (3.390). Die im Ranking folgenden Standorte, von Roggenmarkt bis Hötteweg, bilden ein breites Mittelfeld mit Frequenzwerten auf einem guten Niveau. Aufgrund der Stärkung bestimmter Lagen hat sich ein Rundlauf der Passanten in der City etabliert. Jedoch besteht in manchen Nebenlagen, zum Beispiel in der Beginengasse im Hanse-Carré, am Verspoel, in der Aegidiistraße und in der Hörsterstraße, noch Handlungsbedarf.

„Die Frequenzen unterstreichen die Anziehungskraft zahlreicher Lagen und führen zu einer hohen Dynamik in der Innenstadt. Die steigenden Passantenfrequenzen im öffentlichen Raum können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Kunden und Besucher von Einzelhandelsgeschäften und gastronomischen Angeboten nach wie vor gehemmt agieren“, erklären die WFM-Berater für den münsterischen Handel, Torben Breuker und Dr. Christina Willerding.

Der Geschäftsführer der Initiative starke Innenstadt, Linus Weistropp, stimmt zu. „Es ist sehr erfreulich, dass mehr und mehr Münsteraner in die Innenstadt zurückkehren und auch wieder verstärkt Gäste ankommen“, sagt der Interessenvertreter von Händlern, Gastronomen und Immobilieneigentümern. „Die Händler und Gastronomen tun wirklich alles dafür, damit sich die Kunden sicher und wohl fühlen.“ Weistropp appelliert an die Besucher: „Münster bietet ein gewohnt einzigartiges Angebot an unverwechselbaren Kultur-, Einkaufs- und Gastronomieerlebnissen. Auch unter den besonderen Umständen können unsere Bürgerinnen und Bürger sowie auswärtige Gäste unserer Stadt diese Qualität tagtäglich erleben.“

Zum Hintergrund: Passanten-Frequenzmessung 2020
Die Wirtschaftsförderung Münster GmbH beauftragte auch 2020 das Institut für Geographie, WWU Münster, unter der Leitung von Dr. Christian Krajewski mit der Zählung der Passanten. Die Messungen in Münsters Innenstadt, an den Ausfallstraßen Hammer Straße, Wolbecker Straße und Warendorfer Straße sowie im Stadtteil Hiltrup erfolgten von 12 bis 13 Uhr am Donnerstag, dem 18. Juni 2020, und am Samstag, dem 20. Juni 2020.

Das Passantenfrequenzmessung zum Download.