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Trotz Pandemie: Jungunternehmerinnen eröffnen Vintage Secondhand-Store

Junge Frauen trotzen der Schieflage im Handel / WFM hat Gründung begleitet

Die Pandemie hat den stationären Handel schwer getroffen, insbesondere das Geschäft mit Textilien und Bekleidung war am stärksten belastet. Scheinbar unbeeindruckt von dieser drastischen Entwicklung gehen Marie Wagener und Katharina Völker ihren ganz eigenen erfolgreichen Weg: Am Samstag eröffnen sie an der Klosterstraße 1 in Münsters City ihren zweiten OMT Vintage-Store mit Styles aus den achtziger und neunziger Jahren.

So genannte Vintage Secondhand-Mode ist an der Wolbecker Straße 87 im Hansaviertel inzwischen sehr gefragt. Das hat die Jungunter¬nehmerinnen dazu bewogen, das Sortiment auch in der City einem breiteren Publikum anzubieten. „Wir treffen den modischen Zeitgeist und erfüllen zugleich den Wunsch vieler Menschen nach einem nachhaltigen Lebensstil und Umweltschutz“, betonen die Frauen im Zuge der Eröffnung ihres zweiten Standortes.

„Hut ab vor diesen beiden Jungunternehmerinnen, die in diesen schwierigen Zeiten mutig und hochmotiviert einen ambitionierten Kurs einschlagen. Es ist schon beachtlich, was sie seit ihrer Gründung vor erst gut zwei Jahren geschafft haben“, betont Elisabeth Remmersmann, Existenzgründungsberaterin von der Wirtschaftsförderung Münster GmbH (WFM).

Neben dem gut gehenden Vertrieb der Second Hand Vintage-Mode arbeiten die Jungunternehmerinnen auch an der Weiterentwicklung ihrer eigenen Kollektion, die sich kritisch mit dem Aussterben bederohter Tierarten, speziell der in Südafrika beheimateten geometrischen Landschildkröte, auseinandersetzt. „Mittels unserer selbst kreierten Produktlinie machen wir auf die Zusammenhänge von Klimawandel und die Zerstörung unseres Lebensraums aufmerksam“, erklärt Katharina Völker: „Pieselotten ist ein Label für Schönes und Nachhaltiges. Unsere Sachen sind fair hergestellt, mindestens aus Bio-Baumwolle und viele Teile aus recycelten Materialien.“

Elisabeth Remmersmann, die die beiden bei der Gründung ihres Unternehmens beraten hatte, führt den Erfolg unter anderem auf diese zukunftorientierte Haltung zurück. „Das trifft den Zeitgeist und trägt auch zur Verbesserung unserer Welt bei“, sagt die Gründungsberraterin. Dass der Markteintritt im März 2020 zeitgleich zum Start der ersten Corona-Welle erfolgte, tat dem Vorhaben eben wegen dieser außergewöhnlichen Geschäftsidee keinen Abbruch.

„Wir hatten in der Pandemie zum Teil deutlich mehr Zeit, um uns unseren Kunden widmen zu können. Das heißt: Wir haben das beste daraus gemacht und weiter an unserem Konzept gearbeitet.“ Die Haltung lässt auch einiges erwarten. „Aufgrund der eingeschränkten Möglichkeiten einer Eröffnungsfeier durch Corona, haben wir uns entschieden eine ganze Eröffnungswoche zu veranstalten. Vorbeischauen lohnt sich.“