NRW–Minnesota-Kooperation in OECD-Projekt
Auftakt in Paris mit WFM-Beteiligung
Nordrhein-Westfalen wurde von Elke Wirtz von der Wirtschaftsförderung Münster GmbH, Prof. Christof Wetter von der FH Münster, Dr. Kathrin Bischoff vom NRW-Wirtschaftsministerium, Miray Erol von der IHK Nord Westfalen und Saerbecks Bürgermeister Dr. Tobias Lehberg vertreten. Das zweite Treffen auf europäischer Ebene soll im Frühjahr 2026 in Münster stattfinden. Die Ausrichtung der Veranstaltung im Münsterland schafft eine gute themenbezogene internationale Sichtbarkeit für NRW und das Münsterland als führenden Standort im Bereich Energie- und Klimawandel.
„Seit Jahren pflegt NRW eine enge Beziehung zum US-Bundesstaat Minnesota. Seit der Verlängerung des Abkommens Mitte 2024 wird die Partnerschaft auf regionaler und kommunaler Ebene durch Politik, Wirtschaft, Forschung sowie Kammern und Wirtschaftsförderungen vertieft“, erläutert Elke Wirtz den Hintergrund des jetzt gestarteten Projekts mit der offiziellen Bezeichnung „Regionalentwicklungspolitik für den industriellen Wandel: Eine transatlantische Perspektive“. Die starke Partnerschaft zwischen NRW und Minnesota wurde als eine von sechs transatlantischen Regionalpartnerschaften durch die OECD als Best-Practice-Beispiel ausgewählt. NRW wird vertreten durch das Wirtschaftsministerium des Landes, die FH Münster, die Wirtschaftsförderung Münster GmbH, die IHK Nord Westfalen und die Gemeinde Saerbeck. Insgesamt sind vier internationale Projekttreffen bis 2027 geplant – zwei in Europa und zwei in Nordamerika.
Die jetzt gestartete Projektinitiative wird von der Generaldirektion Regionalpolitik und Stadtentwicklung (GD REGIO) der Europäischen Kommission initiiert und von der OECD durchgeführt. „Ziel des Projekts ist es, dass europäische und nordamerikanische Partnerregionen voneinander lernen, Erfahrungen austauschen und gemeinsam Strategien für einen nachhaltigen, integrativen industriellen Wandel entwickeln“, sagt Wirtz und betont, dass dieser Prozess nicht bei Null beginnt, sondern an bestehende Kontakte anknüpft.
Beispielsweise haben Akteure aus dem Münsterland Minnesota 2025 unter anderem im Rahmen des Kooperationsprojekts „Climate Smart Municipalities“ besucht. Es dient dem internationalen Austausch zur Energiewende auf lokaler Ebene. Ein weiterer Anlass zur Pflege der Beziehungen ergibt sich im November 2025. Minnesotas Gouverneur Tim Walz, letztjähriger Kandidat für das US-Vizepräsidentenamt, hat sein Kommen mit einer großen Regierungs- und Wirtschaftsdelegation nach NRW angekündigt. Die Wirtschaftsförderung Münster koordiniert hierfür ein Unternehmertreffen auf der MEDICA in Düsseldorf und einen Fachaustausch in Münster mit Vertretern der Agrar- und Lebensmittelindustrie.