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Starkes Projekt für die BatteryCityMünster

BATTL3 - ein weiterer Beitrag für Energiewende in Europa

Starkes Projekt für die BatteryCityMünster und NRW als Energieland Nummer eins: Mit reichlich Vorschusslorbeeren haben am Dienstag die offiziellen Arbeiten für das Spitzenforschungsgebäude BATTL3 der Technologieförderung Münster GmbH (TFM) begonnen.

Beim symbolischen Spatenstich im Wissenschaftspark Münster sprachen Münsters Oberbürgermeister Tilman Fuchs sowie die NRW-Wirtschaftsministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin Mona Neubaur von einem weiteren strategisch-bedeutsamen Entwicklungsbaustein der BatteryCityMünster im führenden Energieland Nordrhein-Westfalen. Ebenso bewerteten die Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik das Bauvorhaben als starken Beitrag zur Energiewende in Europa. Für das Projekt mit einem Investitionsvolumen in Höhe von knapp 14 Millionen Euro stellen das Land NRW und die EU 6,75 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung. BATTL3 spielt stilistisch auf „Battery“ und das dritte Laborgebäude auf dem Areal des Technologiehofes Münster.

Das Spezialgebäude bietet 1.600 Quadratmeter Platz für bis zu fünf kleine bzw. mittelständische Unternehmen der Batteriebranche, die eng mit Einrichtungen wie dem universitären Batterieforschungszentrum MEET, dem Helmholtz-Institut Münster, der Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle FFB und dem Iwaru der FH Münster zusammenarbeiten. BATTL3 wird nach modernsten Standards für kooperative Spitzenforschung mit chemischen Laboren, Gefahrstofflagern, modernen Lüftungsanlagen, Büroräumen und Flächen für den Einbau eines Trockenraums ausgestattet. Unternehmen, auch internationale Partner, können sich für Flächen bei der TFM bewerben.

„Mit dem Neubau unterstreicht die TFM die federführende Rolle und treibende Kraft bei der strategischen Entwicklung einer innovativen Forschungsinfrastruktur und Marke BatteryCityMünster“, unterstreicht TFM-Geschäftsführer Volker Ruff. „Räume für Innovationen folgen einer klaren strategischen Ausrichtung zur Stärkung des hiesigen Clusters Batteriesysteme.“

Der Begriff „Cluster Batteriesysteme“ bezieht sich typischerweise auf die geografische Konzentration von Forschungseinrichtungen, Unternehmen und weiteren Akteuren, die in Münster an der Forschung, Entwicklung und Anwendung von Technologien zur Energiespeicherung beteiligt sind. Dieses Cluster tritt nach außer mit unter dem Namen „BatteryCityMünster“ auf und fördert die Zusammenarbeit und den Wissensaustausch, um Innovationen voranzutreiben und die Wettbewerbsfähigkeit in der Energiebranche zu steigern, insbesondere im Hinblick auf die Energiewende und den Übergang zu erneuerbaren Energien. Ruff: „Wir wollen gemeinsam mit der Stadt, Forschungspartnern und Unternehmen einen Teil zu Energiewende, Nachhaltigkeit und
Autarkie in Europa beitragen.“

Neben der starken wissenschaftlichen Basis, die durch Hochschulen und Forschungseinrichtungen geprägt ist, „schafft BATTL3 die dringend benötigte Infrastruktur für den Transfer von Wissen und Technologien in die Wirtschaft“, betont der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Münster GmbH, Dr. Marco Trienes und prognostiziert. „Wir erwarten neue Unternehmensansiedlungen, die Transformation bestehender Firmen und deutliche Impulse für den regionalen Arbeitsmarkt.“

Fünf Monate nach der Grundsteinlegung für die Batterieforschungsfabrik der FFB im Hansa-BusinessPark war NRW- Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur erneut zu Gast, um Münsters und Nordrhein-Westfalens Stärken als Treiber der Energiewende zu unterstreichen: „Der Krieg im Iran zeigt einmal mehr eindrücklich, welche Risiken mit der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern verbunden sind.

Münster hat mit dem Bau seines neuen Infrastrukturgebäudes für Batterietechnologie BattL3 den Weg zu mehr Unabhängigkeit eingeschlagen. Wir brauchen moderne Batteriezellen für klimaneutrale Mobilität und Energieerzeugung. Wenn diese in Zukunft hier in Münster produziert werden, machen sie uns technologisch unabhängiger, schaffen und sichern Arbeitsplätze und holen Wertschöpfung zurück nach Europa. Ein mutiger Schritt und eine echte Investition in unser aller Zukunft. “

Münsters Oberbürgermeister Tilman Fuchs ergänzt: „Mit BATTL3 stärken wir Münster gezielt als international sichtbaren Standort für Batterieforschung und Energiespeichertechnologien. Für Münster und die Region bedeutet das nicht nur zusätzliche Wertschöpfung und hochwertige Arbeitsplätze, sondern auch eine klare Profilierung als innovativer Zukunftsstandort der Energiewende und Nachhaltigkeit. Die BatteryCityMünster gewinnen damit weiter an internationaler Strahlkraft.“

Das BATTL3 wird auf einem keilförmigen Grundstück zwischen dem Technologiehof Münster an der Mendelstraße und der Heisenbergstraße realisiert. Die Umsetzung des Leuchtturmprojekts, das im 4. Quartal 2027 bezugsfertig sein soll, erfolgt auf einer gesicherten finanziellen Basis. Die genannten Fördermittel von Land und EU aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE/JTF-Programm NRW) ergänzen die Eigenmittel der Technologieförderung in Höhe von 7,25 Millionen Euro. Daran beteiligt sich Stadt Münster mit vier Millionen Euro an der Finanzierung.

>> Alle Informationen zum Bauvorhaben BATTL3.