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Die ersten Gewinner im Projekt Open Innovation Münster ausgezeichnet

Münster soll noch vielfältiger und lebenswerter werden

Münster. Die Initiative Open Innovation Münster (OIM) ist um viele Zukunftsideen reicher: Im Finale des "Call for Ideas" haben nun neun erfolgreiche Teams ihre Vorschläge einer Jury präsentiert und unter den Gewinnerinnen und Gewinnern den Sieger ermittelt. Auf dem ersten Platz landete "1buddy" mit der Entwicklung einer KI-gestützten Plattform, die systematische Anleitungen für den Umzugs- und Integrationsprozess internationaler Studierender bietet.

OIM ist eine Initiative der Stadt Münster, umgesetzt durch die Wirtschaftsförderung Münster (WFM) und die Technologieförderung Münster (TFM). Ziel ist es, die Stadt durch gute Ideen in vielen Bereichen langfristig zu stärken. Dazu werden Innovationen aus und in Münster unterstützt.

WFM-Projektverantwortlicher für OIM, Andreas Luthe, zeigt sich zufrieden: "Es sind so viele starke Ideen eingereicht worden, wie das Finale nochmals unterstrichen hat! Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir es gemeinsam schaffen können, Münster in Zukunft noch lebenswerter zu gestalten. Und ich freue mich darüber, einige Projekte durch die Initiative hoffentlich zügig vorantreiben zu können."

In diesem Jahr sind projektbegleitend noch verschiedene Programme geplant: Neben einem Innovationsworkshop mit KMU und Handwerk ist ebenfalls ein Impact Ideation Lab vorgesehen, bei dem in einem sechswöchigen Programm konkrete städtische Herausforderungen identifiziert und in interdisziplinären Teams erste Lösungsideen entwickelt werden.

Die "Call-for-Ideas"-Gewinnerinnen und -Gewinner im Überblick:

Platz 1: 1buddy – Münsters digitales Onboarding-System für Internationales Talent

Die Mitgründer Sharik Ahamed (CEO) und Parichay Kumar Mandal (CTO) sind internationale Studierende, die selbst die enormen Herausforderungen am eigenen Leib erfahren haben, die ein Umzug nach Deutschland mit sich bringt. Beide verbrachten über 100 Stunden damit, Programme zu recherchieren und sich durch die deutsche Bürokratie zu kämpfen. Dabei wurde ihnen klar: Wichtige Prozesse sollten nicht so stressig, isolierend oder verwirrend sein. Aus dieser Erkenntnis entstand die Idee zu 1buddy – einer einzigen, KI-gestützten Plattform, die systematische, schrittweise Anleitungen für den gesamten Umzugs- und Integrationsprozess bietet, noch bevor Neuankömmlinge überhaupt anreisen.

Platz 2: StadtTeilen Bühne, Marion Krobb

StadtTeilen Bühne baut auf der bestehenden Initiative Herzenblick auf, die es sich zum Ziel gemacht hat, das Füreinander und den sozialen Zusammenhalt zu stärken. StadtTeilen Bühne möchte dazu beitragen, indem es eine offene Bühne als Plattform schafft, die Menschen zusammenbringt und den Austausch fördert. Diese Bühne soll ein belebendes Element für den bisher kaum genutzten Servatiiplatz in Münster werden – einen zentralen Ort, der bisher selten zum Zusammenkommen und Verweilen einlädt.

Platz 3: Freizeitangebot „Schöne Orte“ Münster, Celina Hollmann und Sophia Bhatti

Das Team möchte dazu beitragen, dass geflüchtet Klient:innen zunächst erfahren, welche schönen (und kostenfreien) Orte in Münster besucht werden können – dort soll die Möglichkeit für den Aufbau von Beziehungen bestehen.

Publikumspreis: Pinte Craftbeer – Flüssig Brot, Felizia Back

Pinte Craftbeer braut sein Bier aus überschüssigem Brot der Krimphove Bäckerei und spendet für jede verkaufte Flasche 10 Cent an die Münsteraner Tafel. Auf diese Weise trägt das Unternehmen einerseits dazu bei, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren, und ermöglicht andererseits bedürftigen Menschen den Zugang zu einer Mahlzeit.

Ebenfalls im Finale standen die Projekte "Community Space", "Migrantische Potenziale sichtbar machen – Vernetzung in Vielfalt", "Archiv für queere und feministische Zukünfte Münster", "Wildwiesen an der Promenade: Artenvielfalt statt Kurzenrasen" und "Great Good Place – Draußen vor der Tür, da sind wir".