Projekt für Münsters Stadt- und Wirtschaftsentwicklung nimmt Form an
Richtfest der Forschungsfertigung Batteriezelle FFB
Die Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle FFB ist ein Projekt von internationaler Bedeutung. Sie soll dazu beitragen, Forschungsergebnisse schneller in industrielle Anwendungen zu überführen und die Wettbewerbsfähigkeit Europas im Bereich der Batterietechnologien zu stärken. Beim Richtfest im Hansa-BusinessPark standen daher zu Recht die Zukunft der Batteriezellproduktion, Innovationsstärke und die Bedeutung des Projekts für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort im Mittelpunkt zahlreicher Reden. Darüber hinaus schafft die FFB für Münster eine langfristig angelegte Standort- und Stadtentwicklungsperpektive.
Erfolgreiche Innovationsstandorte entstehen nicht durch einzelne Forschungsprojekte oder Gebäude. Sie entwickeln sich dort, wo Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und öffentliche Institutionen dauerhaft zusammenarbeiten. Das Potenzial für den Wirtschaftsstandort Münster zeigt sich vor allem dann, wenn aus Forschungsergebnissen neue Geschäftsmodelle, Unternehmensgründungen und Kooperationen entstehen.
„Die FFB ist für uns eine riesige Chance, am Standort Münster ein Innovations-Ökosystem rund um das Thema Batterieforschung und -produktion aufzubauen“, sagt Dr. Marco Trienes, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Münster GmbH. „Wir wollen Unternehmen aus dem In- und Ausland gewinnen, Start-up-Entwicklung fördern und Unternehmen im Bestand aus Münster und dem Münsterland in die entstehenden Wertschöpfungs- und Innovationsnetzwerke einbinden.“
Eine wichtige Rolle beim Aufbau dieses Innovationsökosystems übernimmt die Technologieförderung Münster GmbH (TFM). Als Motor der BatteryCityMünster und Bauherrin des BATTL3 schafft sie weitere wichtige Voraussetzungen für die Entwicklung des Standorts. „Mit der FFB, dem MEET Battery Research Center der Universität Münster, dem Helmholtz-Institut Münster und BATTL3 entsteht ein Campus, der die gesamte Entwicklungskette von der Forschung bis zur industrienahen Anwendung abbilden kann“, erläutert TFM-Geschäftsführer Volker Ruff.
BATTL3 soll insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen Raum für Entwicklung und Innovation bieten. Damit ergänzt das Gebäude die Forschungsinfrastruktur und schafft zusätzliche Möglichkeiten für Unternehmen, Start-ups und Kooperationen.
Erst durch das Zusammenspiel dieser unterschiedlichen Bausteine entsteht ein leistungsfähiges Innovationsökosystem. Forschungseinrichtungen, Unternehmen, Gründungen, Infrastruktur und Netzwerke wirken zusammen und schaffen neue Perspektiven für die wirtschaftliche Entwicklung.
Das Richtfest der FFB markiert daher weit mehr als einen baulichen Fortschritt. Es steht für eine langfristige Perspektive: Münster entwickelt seine Kompetenzen im Bereich der Batterieforschung und -technologie weiter und schafft damit die Grundlage für neue wirtschaftliche Impulse. Mit dem MEET Battery Research Center der Universität Münster, dem Helmholtz-Institut Münster, der Forschungsfertigung Batteriezelle und BATTL3 wächst ein Standort, der Forschung, Entwicklung und wirtschaftliche Anwendung miteinander verbindet.
Tilman Fuchs, Oberbürgermeister der Stadt Münster erklärte anlässlich des Richtfests: „Die FFB verbindet Spitzenforschung mit industrieller Anwendung und schafft konkrete Lösungen für die Energie- und Mobilitätswende. Sie ist das Herzstück der BatteryCityMünster, einem international sichtbaren Netzwerk, in dem Wissenschaft und Wirtschaft ihr Know-how bündeln und gemeinsam Innovationen in dieser Schlüsseltechnologie vorantreiben. Das stärkt den Innovationsstandort Münster und ist zugleich ein wichtiges Signal für die Wettbewerbsfähigkeit Europas.“
Bund und Land investieren in das Gesamtvorhaben gemeinsam rund eine Milliarde Euro – der Bund stellt bis zu 750 Millionen Euro für den Aufbau des Forschungsbetriebs bereit, das Land Nordrhein-Westfalen investiert rund 320 Millionen Euro als Bauherr. Größte Zuwendungsnehmerin und Konsortialführerin des Großprojekts ist die Fraunhofer-Gesellschaft. Diese realisiert das Projekt gemeinsam mit weiteren Standortpartnern: dem MEET-Batterieforschungszentrum der Universität Münster, dem Lehrstuhl PEM der RWTH Aachen sowie dem Helmholtz-Institut Münster, einer Außenstelle des Forschungszentrums Jülich. NRW.URBAN realisiert den Bau im Treuhandauftrag des Landes.