sozialversicherungspflichtig Beschäftigte zählt der Wirtschaftsstandort Münster Mitte 2025. Das ist der vorläufige Bestwert einer Aufwärtsentwicklung mit einem Plus von zirka 73.000 neuen SVP-Stellen (knapp 61 Prozent) seit 1999. Für die rund 64.000 Studierenden in Münster ist das ein eindeutiges Signal: Aufgrund der starken mittelständischen Wirtschaft und der hohen Nachfrage nach qualifizierten Kräften haben gut ausgebildete Absolventen in Münster und der Region gute Jobperspektiven. Dafür spricht auch die durchschnittliche Arbeitslosenquote 2025 von knapp über fünf Prozent (Land NRW: knapp acht Prozent).
Prozent ist die Auspendelquote in Münster niedrig und damit die niedrigste im ganzen Land NRW. Keine andere Kommune im Land weist eine so starke lokale Arbeitsplatzbindung auf. Das bedeutet: Die meisten Beschäftigten wohnen und arbeiten innerhalb der Stadtgrenzen und sind klar dienstleistungsorientiert. Auch rund 89 Prozent der Einpendlerinnen und Einpendler sind im Dienstleistungssektor beschäftigt – etwa im Bildungswesen, Gesundheitsbereich, der Verwaltung oder in unternehmensnahen Dienstleistungen. Das unterstreicht Münsters Rolle als Wissenschafts-, Verwaltungs- und Gesundheitsstandort im Münsterland. Gerade Einrichtungen wie die Universität, das UKM, die Bezirksregierung, aber auch Versicherungen, Banken und IT-Unternehmen ziehen Fachkräfte aus der gesamten Region an.
Euro hoch ist in Münster das Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen im Jahr 2023 und liegt damit exakt auf dem Niveau des NRW-Schnitts von 86.610 €. Erstaunlich für eine Dienstleistungshochburg, in der rund 89,1 % der Bruttowertschöpfung auf diesen Sektor (vor allem Verwaltung, Gesundheitswesen und Hochschulen) entfallen. In der Regel fällt für Standorte mit einem sehr hohem Anteil an öffentlichen Dienstleistungen und Hochschulen die Wertschöpfung pro Kopf geringer aus als in industriell geprägten Regionen. Und obwohl Münster nur etwa 1,79 % der Bevölkerung von NRW stellt, erwirtschaftet die Stadt mit 2,53 % einen überproportional hohen Anteil am Landes-BIP.
| Kategorie | Daten | Stand |
|---|---|---|
| Einwohner Münster (davon weiblich)1 | 320.728 (52,0%) | 31.12.2025 |
| Haushalte (Anteil 1-Personen-Haushalte)2 | 177.747 (55,1%) | 31.12.2025 |
| Bevölkerungsdichte Münster3 | 10,64/ha | 31.12.2025 |
| Fläche kreisfreie Stadt Münster4 | ca. 303,28 km² | 31.12.2024 |
| Erwerbstätige insgesamt5 | 244.600 | 2022 im Schnitt |
| SVP-Beschäftigte am Arbeitsort6 | 195.498 | 30.06.2025 |
| Arbeitslosenquote Münster (NRW)7 | 5,3% (7,8%) | Durchschnitt 2025 |
| Berufsein-/-auspendler täglich8 | 115.819 / 46.084 | 30.06.2024 |
| Hochschulen9 | 10 | 2024/2025 |
| Studierende (+ zusätzlich FH-Münster, Standort Steinfurt)10 | 60.282 (3.586) | 2024/2025 |
| Unternehmen im Handelsregister11 | 8.529 | 31.12.2024 |
| Unternehmen (Kleingewerbe)12 | 11.030 | 31.12.2024 |
| Grundsteuer B13 | 620 % | 2025 |
| Gewerbesteuerhebesatz14 | 460 % | 2025 |
| Bruttoinlandsprodukt zu Marktpreisen15 | 21,525 Mrd. Euro | 2023 |
| Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen16 | 86.730 Euro | 2023 |
| Bruttowertschöpfung zu Herstellungspreisen17 | 19,650 Mrd. Euro | 2023 |
| Verfügbares Einkommen18 | 9,386 Mrd. Euro | 2023 |
| Verfügbares Einkommen pro Einwohner19 | 29.156 Euro | 2023 |
| Kaufkraft gesamt20 | 9,66 Mrd. Euro | 2025 |
| Kaufkraft (gesamt) pro Einwohner21 | 29.922 Euro | 2025 |
| Einzelhandelsrelevante Kaufkraft22 | 2,01 Mrd. Euro | 2025 |
| Einzelh. Kaufkraft pro Einwohner23 | 6.217 Euro | 2025 |
| Kaufkraftkennziffer Einzelhandel pro Einwohner24 | 99,9 | 2025 |
| Einzelhandelsumsatz25 | 1,87 Mrd. Euro | 2025 |
| Einzelhandelsumsatz pro Einwohner26 | 5.784 Euro | 2025 |
| Umsatzkennziffer Einzelhandel27 | 113,3 | 2025 |
| Zentralitätskennziffer Einzelhandel28 | 113,5 | 2025 |