„In digitalen Veränderungsprozessen den Mitarbeiter von Beginn an einbeziehen!“

Business Breakfast beim IT-Unternehmen connectiv!

Am Anfang ist der Mitarbeiter über die neue Software schockiert, dann folgt die Reflexion und schließlich die Erkenntnis, dass es mit dem neu implementierten System viel besser läuft. „Diese aufreibende Achterbahnfahrt sollte ein Unternehmen seinen Beschäftigten in digitalen Veränderungsprozessen nicht mehr zumuten“, machte connectiv!-Geschäftsführer Thomas Thyen beim Business Breakfast der Wirtschaftsförderung Münster GmbH (WFM) klar: „Der Idealzustand ist, alle Beteiligten von Anfang an intensiv und gut strukturiert einzubeziehen“, betonte der IT-Experte.

Die Einführung neuer Software und Technologien, die Digitalisierung der Geschäftsprozesse oder gar die Erschließung neuer Märkte setzen vermehrt Agilität und Wandlungsbereitschaft von Unternehmen voraus. Daher ist es im Zuge der Digitalen Transformation heute wichtiger denn je, Veränderungen im Unternehmen durchdacht zu managen. „Es braucht Mut, Risikobereitschaft und eine Strategie für neue Produkte und Geschäftsmodelle“, erklärte WFM-Geschäftsführer Dr. Thomas Robbers. „Und es erfordert auch die Bereitschaft zur flexiblen Organisationsstruktur und eine zukunftstaugliche Unternehmenskultur.“

Die connectiv! eSolutions GmbH realisiert seit mehr als 20 Jahren Softwarelösungen wie Websites, Onlineshops oder CRM-Systeme. Inzwischen liegt der Fokus vermehrt auf der Prozessbegleitung, um Anwender der neuen Technik zu begeistern und in den Change einzubeziehen. „Es muss sichergestellt werden, dass das Unternehmen in dem Veränderungsprozess das volle Potenzial schöpfen kann. Des Weiteren gilt es, die Mitarbeiter hundertprozentig zu lotsen, zu unterstützen und sie auf die Reise mitzunehmen. Entsprechende Maßnahmen sind am Anforderungsprofil auszurichten.“ Denn Angst und Ungewissheit in der Belegschaft sind kontraproduktiv.

Thyen hält nichts von langer theoretischer Vorbereitung der Mitarbeiter auf den Veränderungsprozess. Nach seiner Überzeugung setzt erfolgreiches Change Management voraus, dass die Beschäftigten schnellstmöglich ihre Erfahrung mit der neuen Software und Technologie machen: „Manche Menschen haben eine negative Haltung gegenüber neuen, unbekannten Dingen. Das prägt ihr zögerliches Verhalten. Doch wir lernen aus der Wiederholung und ändern daraus auch unsere Einstellung“, weiß der IT-Experte.

Aus diesem Grund präsentiert connectiv! dem Kunden „spätestens nach sechs Wochen erstmals die neue Softwarelösung. Er soll sie kennenlernen, damit arbeiten und sich mit der zukünftigen Systemwelt auseinandersetzen.“ Und sollte es beim Verständnis haken, dann könnte der Kollege als „Change Champion“ zur Seite stehen: „Er schafft Akzeptanz, erweckt die neue Arbeitsweise im Team zum Leben und gibt wichtiges Feedback.“

Professionelles Change Management, das die Mitarbeiter-Bedürfnisse berücksichtigt, Führungskräfte in die Pflicht nimmt sowie Zusammenhänge und Sinnhaftigkeit des Change aufzeigt, ist nicht nur für „Big Player“ möglich. „Es ist anstrengend, kostet Zeit und Geld – ob sie es in eine externe Beratung stecken oder selbst machen. Doch die Veränderung ist notwendig und lohnt sich am Ende des Tages“, betont der Geschäftsführer.