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„Nach wie vor leistungsstark, top bei Wohnungsmarktentwicklung“

Städteranking 2014 von Immobilienscout 24 und WiWo

In einem der meistbeachteten deutschen Städterankings behauptet Münster seine führende Position in Nordrhein-Westfalen – vor Düsseldorf, Bonn und Köln. Auf Bundesebene belegt die Westfalenmetropole den 17. Platz, nach Rang 12 im vergangenen Jahr. Zu diesem Ergebnis kommt die heute in Berlin veröffentlichte Untersuchung von IW Consult in Kooperation mit Immobilienscout24 und WirtschaftsWoche.

„Trotz der Verschlechterung wissen wir, dass sich der Wirtschaftsstandort Münster nach wie vor unter den leistungsstarken deutschen Standorten befindet und wir in Nordrhein-Westfalen als Primus sogar äußerst erfolgreich sind“, bewertet Dr. Thomas Robbers, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Münster GmbH, die Analyse von 69 kreisfreien deutschen Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern. Die untersuchten Einzelindikatoren wurden in die Bereiche Arbeitsmarkt, Wirtschaftsstruktur, Immobilienmarkt und Lebensqualität gegliedert. „Es ist hoch einzustufen, dass Münster als einer der wenigen Standorte nördlich der Mainlinie mit dem Starken Süden mithalten kann“, betont Robbers mit Blick auf das Spitzentrio München, Erlangen und Ingolstadt sowie Städte wie Stuttgart (5.), Regensburg (6.), Frankfurt/Main (7.), Freiburg (8.), Karlsruhe (9.) und Ulm (10.). „Diese Städte machen ihre Hausaufgaben ebenso gut wie Münster. Bei einigen untersuchten Kriterien gibt es leichte Nuancen. Wir sind und bleiben attraktiv.“
Eine Top-Platzierung mit Signalwirkung erreicht Münster zur Freude von Oberbürgermeister Markus Lewe in der Kategorie Wohnungsneubau. „In Münster wurden in dem zugrunde liegenden Untersuchungszeitraum 2012 in Relation zu bestehendem Wohnraum so viele neue Wohnungen wie in keiner anderen deutschen Stadt geschaffen. Das hat uns den ersten Platz beschert.“
Gerade vor dem Hintergrund des starken Bevölkerungswachstums sei dieses Ergebnis sehr hoch einzustufen. „Münsters Einwohnerzahl wird in den kommenden Jahren überdurchschnittlich zulegen. Im Zusammenhang mit einer anhaltenden Wirtschaftskraft, guten Arbeitsmarktentwicklung und ausgezeichneten Lebensqualität fahren wir mit der Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt sehr gut“, ist Oberbürgermeister Lewe überzeugt: „Zum Wohl unserer Bürger und unserer Wirtschaft ist eine weitere Entspannung durch bezahlbare Angebote wichtig. Wir arbeiten kontinuierlich daran.“

Stärken und Schwächen
Nach Analyse der IW Consult wurden in Münster im Jahr 2012 je 1.000 Bestandswohnungen 13,3 neue Wohnungen errichtet. Somit schaffte es Münster unter 69 Städten bis an die Spitze. Als weitere Stärke wurde der Westfalenmetropole der geringe Anteil der überschuldeten Erwachsenen von nur 8,5 Prozent im Jahr 2013 ausgelegt – Platz 11. Und auch bei der hohen Anzahl von Beschäftigten in einer Branche der wissensintensiven Dienstleistungen konnte Münster Punkten. Die Quote von 33 Prozent führte im Standortvergleich zu Rang neun.
Positiv bewertete IW Consult des Weiteren auch den Anstieg der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zwischen 2008 und 2014 um 14,9 Prozent (Platz 5) und den Zuwachs an Beschäftigten mit Hochschul- oder Fachhochschulabschluss (Rang 15).
Als Schwäche wurde Münster unter anderem der Anteil der Mangel an Ingenieuren unter den Beschäftigten (Rang 64) ausgelegt. Negativ war auch, dass in der Westfalenmetropole (nur) 59,3 Prozent der Erwerbsfähigen einer Beschäftigung nachgingen (Platz 51). Und auch der geringe Anteil der aufgeklärten Straftaten schlug sich auf die Bilanz nieder. Er lag 2013 bei 41,9 Prozent, womit Münster das Schlusslicht bildet.
Die Platzierung der Stadt Münster im Bundesvergleich basiert auf dem Niveauranking der Studie. Es beschreibt die aktuelle Attraktivität und Leistungsstärke des Wirtschaftsstandorts Münster. Das weiter im Rahmen der Studie veröffentlichte Dynamik-Ranking weist die Entwicklung der Städte aus. Robbers: „Das bedeutet, dass von Jahr zu Jahr Städte mit einer schwachen oder schwächeren Ausgangsbasis die Chance auf vordere Plätze haben.“
Der Allzeitprimus im Niveauranking, München, liegt im Dynamik-Ranking nur auf Platz zwölf. Münster, leistungsstark und attraktiv, steht im Ranking der Standortentwicklung auf Platz 41. „Wer sich seit Jahren auf einem hohen Niveau bewegt, hat es schwer, noch einmal zuzulegen. Dass fällt Standorten mit einer schlechteren Basis deutlich einfacher“, so Robbers.