Herausragender Unternehmer, der auch bei sozialer Verantwortung fest zupackt

Wirtschaftspreis der Stadt Münster 2017 für Hermann Brück

Die Stadt Münster hat Hermann Brück mit dem Wirtschaftspreis 2017 ausgezeichnet. Er sei ein „Unternehmer mit Herz und Weitblick, ein Firmenchef mit außerordentlichem Verstand und eine herausragende Unternehmerpersönlichkeit in Münster“, würdigte Oberbürgermeister Markus Lewe die Leistung des Geschäftsführenden Gesellschafters der Firmengruppe Brück. Des Weiteren lobte Lewe auch dessen persönlichen Einsatz für die münsterische Stadtgesellschaft. „Der Erfolg geht Hand in Hand mit einer innovativen Denkweise eines engagierten Kaufmanns, der soziale Verantwortung nicht nur übernimmt, sondern wie im Handwerk üblich mit beiden Händen fest zupackt.“ Die Verleihung fand vor zirka 180 Gästen im Erbdrostenhof statt. Zuvor hatte sich der Preisträger im Friedenssaal im Kreise der Familie in das Goldene Buch der Stadt Münster eingetragen.

Bei der Entscheidung für Hermann Brück als Wirtschaftspreisträger 2017 war der Rat der Stadt Münster einem Vorschlag des Aufsichtsrats der Wirtschaftsförderung Münster gefolgt. Die Laudatio hielt der Wirtschaftspreisträger 2015, Dr. Clemens Große Frie, früherer Vorstandsvorsitzender der Agravis Raiffeisen AG. „Sie erhalten den Preis von Ihrer Heimatstadt für Ihr Wirken in Ihrer Heimatstadt: Das ist etwas Besonderes für Sie, der die Stadt bereichert hat und sie auch durch sein Handwerk im wahrsten Sinne des Wortes optisch ein Stück heller und bunter gemacht hat“, gratulierte Große Frie und würdigte Brück als „Unternehmer, Familienmensch, Sponsor, Paohlbürger, als Kollege, Kumpel, Innovator, als wirtschaftlich und sozial handelnder Stadt- und Staatsbürger.“ So bildeten die gute Ausbildung, seine intakte Familie, ein pragmatisches Netzwerk und Unternehmermut die Grundlage des Erfolgs.
„Dass ein Handwerks-, Maler- und Lackierermeister in einer Wissenschaftsstadt und einer Industriestadt zu einer solchen Ehre kommt, macht mich stolz“, freute sich der Preisträger in seiner Dankesrede und betonte, dass die Familie einen wesentlichen Anteil am Erfolg des Unternehmens habe. Ehefrau Grit leitete lange das Marketing. Der geschäftsführende Sohn Oliver, Tochter Nina und Schwiegertochter Melanie bekleiden ebenfalls wichtige Positionen in der über die Jahre kontinuierlich gewachsenen Firma.
1947 von Hermann Brück Senior gegründet, übernahm der 1945 geborene Sohn Hermann 1971 die elterliche Firma und steigerte den Umsatz von 735.000 DM auf heute 30 Millionen Euro. Der Betrieb mit drei Angestellten wuchs zum Verbund aus sechs Unternehmen des Handwerks und Baugewerbes in Münster, Essen und Düsseldorf.
Brück beschäftigt 160 von 200 Mitarbeitern in Münster, hat aktuell 32 Auszubildende und eine Frauenquote von 25 Prozent. Elf Prozent aller Mitarbeiter sind ausländischer Herkunft. In Nachunternehmen sind zirka 100 Menschen aus Ungarn, Polen, Tschechien, Bulgarien, der Türkei und Syrien tätig.
Der Maler- und Lackierermeister war 25 Jahre Sachverständiger für das Maler- und Lackiererhandwerk bei der HWK in Münster. Er ist u.a. Mitglied der Wirtschaftsclubs von Münster und Düsseldorf, der Kunstakademie Münster, des Vereins InDUstrie und des BVMW. Für seine Verdienste wurden ihm 2005 die Silberne Rathausmünze sowie 2016 das Silberne Rathaus der Stadt Münster verliehen. 2011 ehrte ihn NRW mit dem Verdienstkreuz am Bande.
Brück, einst langjähriger Schatzmeister bei Preußen Münster, unterstützt unter anderem den Jugend-Fußball, die USC-Volleyballerinnen und den Reitsport. Hinzu kommen kulturelle Initiativen wie der Karneval, das Jazzfestival und die Skulptur Projekte 2017.
Das gesellschaftliche Engagement von Herrn Brück findet zudem in der Unterstützung der christlichen Hospizarbeit der Schober-Stiftung, des Kinderheims St. Mauritz und des Brückenteams des Uniklinikums Münster Ausdruck. Letzteres kümmert sich um die ambulante Hospizversorgung schwerstkranker Kinder. In Düsseldorf wird das Kinder- und Jugendhospiz Regenbogenland seit Jahren gefördert. Darüber hinaus engagiert sich Herr Brück in der Flüchtlingshilfe für Münster. So stellte er einen namhaften Betrag zur Verfügung, um zusätzliche Sprachkurse zur Integration von Flüchtlingen mit Bleibeperspektive finanzieren zu können.
„Der Wirtschaftspreis wird verliehen an Persönlichkeiten, die sich einsetzen für die Wirtschaft unserer Stadt, die sich Einsetzen, durch ihr Handeln, ihr Wertesystem dazu beitragen, dass sie vorbildlich handeln und Münster als Wirtschaftsstandort in Deutschland, Europa und teilweise auch in der Welt wahrgenommen wird“, sagte Lewe.