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Wirtschaftsförderung Münster GmbH · Steinfurter Straße 60a · D-48149 Münster · Tel +49 (251) 68642-0

Corona-Krise: Finanzielle Hilfen für Unternehmen


Die Corona-Krise mitsamt aller präventiven Maßnahmen belastet Unternehmen und Mitarbeiter massiv. Bund und Land bieten umfangreich Hilfen an. Die Wirtschaftsförderung Münster GmbH informiert und berät zu diesen Leistungen.

Ihre WFM-Ansprechpartner erreichen Sie hierzu telefonisch unter

0251 68642-90

oder per Mail an

coronakrise@wfm-muenster.de

Förderprogramme / Hilfen

Novemberhilfe/Dezemberhilfe - Änderungsantragsfrist 30.06.2021

Die außerordentliche Wirtschaftshilfe (Novemberhilfe/Dezemberhilfe) unterstützt ab dem 2. November geschlossene Unternehmen, Selbständige und Vereine.

Erstanträge können bis zum 30. April 2021, Änderungsanträge bis 30. Juni, durch prüfende Dritte (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte, vereidigte Buchprüfer) gestellt werden. Ein Abschlag in Höhe von 50 Prozent (maximal 50.000 Euro) wird automatisch gewährt.

Mögliche Antragsteller:

  • Direkt betroffene Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen mit zeitweiser, angeordneter Schließung im November 2020 (auch Veranstaltungsstätten).
  • Unternehmen, die regelmäßig mindestens 80 Prozent ihrer Umsätze mit Unternehmen erzielen, die direkt von Schließungen betroffen sind.
  • Unternehmen, die regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den Maßnahmen betroffenen Unternehmen über Dritte (zum Beispiel Veranstaltungsagenturen) erzielen.

Höhe der Hilfen

  • Einmaliger Zuschuss von bis zu 75 Prozent des jeweiligen Umsatzes im November beziehungsweise Dezember 2019 für die Dauer der Schließungen im November bzw. Dezember 2020. Bei Umsätzen im November trotz Schließung werden diese bis zu einer Höhe von 25 Prozent des Vergleichsumsatzes nicht angerechnet.
  • Zulässige Förderhöhe und Nachweispflichten sind abhängig vom Umsatz im November bzw. Dezember 2019 und von der gewählten Beihilferegelung.
  • Soloselbständige können als Vergleichsumsatz alternativ den durchschnittlichen Monatsumsatz 2019 zugrunde legen.
  • Ab dem 1. November 2019 gegründete Jungunternehmen können als Vergleichsumsatz den Umsatz von Oktober 2020 oder den monatlichen Durchschnittsumsatz seit Gründung wählen.

Die Überbrückungshilfe, das Kurzarbeitergeld und andere staatliche Leistungen für November 2020 werden angerechnet (Beihilferechtliche Vorschriften beachten).

Überbrückungshilfe III plus - Antragsfrist 30.09.2021

Die Überbrückungshilfe III plus bezuschusst betriebliche Fixkosten und unterstützt:

  • Unternehmen, Soloselbständige und Freiberufler bis zu einem Jahresumsatz von 750 Millionen Euro im Jahr 2020 sowie gemeinnützige Unternehmen und Organisationen.
  • Die Umsatz-Grenze entfällt für von Schließungsanordnungen betroffene Unternehmen des Einzelhandels, der Veranstaltungs- und Kulturbranche, der Hotellerie, der Gastronomie und der Pyrotechnikbranche sowie für Unternehmen des Großhandels und der Reisebranche.

Anträge können gemäß der Bekanntgabe am 9. Juni 2021 nun bis zum 30. September 2021 gestellt werden.

Überbrückungshilfe II - Frist für Änderungsanträge 30.06.2021

Für die Überbrückungshilfe II können keine Anträge mehr gestellt werden. Die Frist endete am 31. März 2021. Änderungsanträge werden dagegen noch bis zum 31. Mai 2021 angenommen.

> Der Bund informiert zu allen Fragen zur Überbrückungshilfe II

Neustarthilfe plus - Antragsfrist 30.09.2021

Die Neustarthilfe plus ersetzt die Neustarthilfe, die Soloselbständige und kleine Kapitalgesellschaften mit erheblichen coronabedingten Umsatzeinbußen unterstützt.

Anträge können gemäß der Bekanntgabe am 9. Juni 2021 einmalig bis zum 30. September 2021 gestellt werden.

Die Neustarthilfe für Soloselbstständige wird verlängert und erhöht sich von bis zu 1.250 Euro pro Monat für den Zeitraum von Januar bis Juni 2021 auf bis zu 1.500 Euro pro Monat für den Zeitraum von Juli bis September 2021. Für den gesamten Förderzeitraum von Januar bis September 2021 können Soloselbstständige somit bis zu 12.000 Euro bekommen.

> Der Bund informiert zu allen Fragen zur Neustarthilfe

Härtefallhilfe - Antragsfrist 31.10.2021

In besonderen Fallkonstellationen kann bzw. konnte es dazu kommen, dass bestehende Hilfsprogramme von Bund und Land im Zusammenhang mit besonderen Härten für Unternehmen nicht griffen bzw. greifen.

Jene, die die Folgen der Pandemie unvorhersehbar und in besonderem Maße getroffen haben, ohne dass sie für diese Folgen aus anderen Hilfsprogrammen entsprechende Mittel erhalten haben oder ihnen der vertretbare Einsatz eigener Mittel oder die Inanspruchnahme von weiteren Finanzierungsalternativen möglich ist, soll durch die Härtefallhilfe NRW eine einmalige Unterstützung gewährt werden können.

Antragsberechtigt sind von der Corona-Krise betroffene Unternehmen einschließlich Sozialunternehmen (gemeinnützige Unternehmen) sowie Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb, die zum Zeitpunkt der Antragstellung und Auszahlung der Härtefallhilfe NRW ihren Hauptsitz in Nordrhein-Westfalen haben.

> Das Land informiert zu allen Fragen zur Härtefallhilfe

NRW-Soforthilfe 2020 - Abrechnung/Rückmeldeverfahren

Der Bund und das Land NRW hatten Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen in der ersten Corona-Welle mit der Soforthilfe unterstützt. Anträge konnten vom 27. März bis zum 31. Mai 2020 gestellt werden.

Im Zuge des bewilligten Antrags wurde zunächst die maximale Fördersumme ausgezahlt. Mit einer verpflichtenden Rückmeldung regeln die Empfänger, dass der im Förderzeitraum nicht für betriebliche Ausgaben verwendete Anteil der Soforthilfe zurückerstattet wird. Die ausgezahlte Förderpauschale wird dem tatsächlichen Förderbedarf gegenübergestellt.

Die Empfänger haben hierfür eine Mail vom Fördermittelgeber erhalten. Diese beinhaltet Links zur Berechnungshilfe und zum Rückmeldeformular zur digitalen Übermittlung der Rückmeldung.

> Das Land informiert zu allen Fragen zum Rückmeldeverfahren

KfW-Corona-Hilfe - Unternehmenskredite

Unternehmen, Selbstständige oder Freiberufler in finanziellen Schwierigkeiten stehen verschiedene Förderkredite zur Verbesserung der Liquidität bzw. Deckung laufender Kosten zur Verfügung. Die Antragstellung erfolgt über die Bank oder Sparkasse. Folgende Alternativen stehen zur Verfügung:

  • KfW-Schnellkredit für Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern
  • KfW-Kredit für Unternehmen, die länger als fünf Jahre am Markt sind
  • KfW-Kredit für junge Unternehmen, die weniger als fünf Jahre am Markt sind

> Die KfW-Bank informiert zu allen Programmen

Stadt Münster - Stundung von Gewerbe- und Vergnügungssteuer

Die Stadt Münster räumt Unternehmen die Möglichkeit zur Verschiebung der fälligen Gewerbesteuerzahlungen bis zum Jahresende 2020 ein. Auf Antrag wird die Stundung zinslos gewährt. Sie kann also ohne zusätzliche Kosten in Anspruch genommen werden. Auch hinsichtlich der Vergnügungssteuer und der Beherbergungssteuer schöpft die Stadt Ermessensspielräume aus, so dass die lokale Wirtschaft spürbare Entlastung erfährt und Arbeitsplätze gesichert werden können.

> Gewerbesteuer: Antrag zur Stundung bzw. Herabsetzung der Vorauszahlungen
> Vergnügungs-/Beherbergungssteuer: Antrag auf Stundung

Bürgschaften

In NRW stehen die Bürgschaftsbank NRW (bis 2,5 Mio. Euro pro Unternehmen) und das Landesbürgschaftsprogramm (ab 2,5 Mio. Euro) bereit, um Kredite zu besichern. Die Bürgschaftsbank ermöglicht eine 72-Stunden-Expressbürgschaft. Für Kontokorrent-Linien bis 100.000 Euro werden über die Bürgschaftsbank NRW 90-prozentige Bürgschaften in einem Schnellverfahren mit nur einem Tag Bearbeitungszeit angeboten, sobald vom Bundesministerium der Finanzen die Freigabe dafür gekommen ist.

> Unterstützung der Bürgschaftsbank NRW für Hausbanken bei Finanzierung von KMU

Beteiligungskapital

Der „Mikromezzaninfonds Deutschland“ kann ohne Einschaltung der Hausbank und ohne Sicherheiten stille Beteiligungen eingehen (max. 75.000 Euro). Das Angebot richtet sich an kleine Unternehmen, Gründungen und spezielle Zielgruppen (u.a. Unternehmen, die ausbilden sowie Gründungen aus der Arbeitslosigkeit). Das führt nicht nur zur sofortigen Liquiditätsstärkung, sondern verbessert auch das Rating des Unternehmens und damit seine Kreditwürdigkeit.

> Alle Informationen zum Beteiligungskapital Mikromezzaninfonds-Deutschland

Verdienstausfall

Entschädigung bei Tätigkeitsverbot

Im Falle eines Tätigkeitsverbots (z.B. Quarantäne) wegen des Corona-Virus kann eine Entschädigung für die Fortzahlung von Löhnen und Gehältern beantragt werden. Ein Ansprechpartner ist der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL/Regierungsbezirke Arnsberg, Detmold und Münster).

Kontakt zu dem für Münster zuständigen Landschaftsverband Westfalen-Lippe: 0800 933 6397

> Informationen und elektronische Antragstellung
> Informationen zur Entschädigung wegen Quarantäne oder Tätigkeitsverbot
> Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz

Kurzarbeit

Gelockerte Voraussetzungen bei Beantragung

Unternehmen können unter gelockerten Voraussetzungen Kurzarbeitergeld beantragen. Ansprechpartner ist der Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster unter Tel. 0800 4 5555 20. Es gilt:

  • Mindestens zehn Prozent der Beschäftigten haben einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als zehn Prozent
  • Anfallende Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden werden zu 100 Prozent erstattet
  • Auch Leiharbeitnehmer in Kurzarbeit werden berücksichtigt.
  • In Betrieben, in denen Vereinbarungen zur Arbeitszeitschwankungen genutzt werden, wird auf den Aufbau negativer Arbeitszeitkonten verzichtet.
  • Die Bundesagentur für Arbeit (BA) erstattet anfallende Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden zu 100 Prozent
  • Bezug bis zu zwölf Monaten

> Informationen der Bundesagentur für Arbeit

Insolvenzantragspflicht - Aussetzungsphase beendet

Die von der Bundesregierung eingeräumte Schonzeit für Unternehmen, die wegen der coronabedingt unverschuldeten finanziellen Schieflage keinen Insolvenzantrag stellen mussten, ist set Ende April vorbei. Bei Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit müssen sie seit dem 1. Mai wieder innerhalb der gesetzlichen Fristen – d.h. spätestens drei Wochen ab Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung – einen Antrag auf Insolvenz stellen.

Aufgrund des Covid-19-Insolvenzaussetzungsgesetz hatte seit März 2020 die Insolvenzantragspflicht für Unternehmen nicht mehr bestanden, die nur in eine finanzielle Schieflage geraten waren, weil die beantragten Überbrückungshilfen nicht rechtzeitig geflossen waren. Durch die Verzögerung hätte es verstärkt zu Unternehmenspleiten kommen können. Das galt es zu verhindern.

Die Ausnahmeregelung sollte ursprünglich bis Ende September 2020 gelten, wurde aber mehrmals bis Ende April 2021 verlängert.

Eine Insolvenz liegt vor, wenn ein wirtschaftliches Unternehmen zahlungsunfähig oder überschuldet ist oder sich die Zahlungsunfähigkeit andeutet. Mit Hilfe anwaltlicher Beratung wird der Antrag beim Amtsgericht eingereicht, das die Gründe prüft und das Verfahren unter bestimmten Umständen eröffnet…

Videos zur WEBINAR-Reihe „Zukunftssicherung“ (Liquidität und Marketing)

Das Kompetenznetzwerk Zukunftssicherung hat von Mitte Mai bis Anfang Juni drei Online-Veranstaltungen zu folgenden Themen angeboten:

Welche Möglichkeiten habe ich, als kleines oder mittleres Unternehmen, meine Liquidität zu steuern und sie durch Entschuldung zu verbessern? Wie bekomme ich „nach Corona“ meine Kunden zurück?

Die gut 30-minütigen Mitschnitte können Sie sich auf YouTube ansehen.

Liquidität: Die Zahlen im Blick

Wie steuere ich in Krisenzeiten die Liquidität? Welche Möglichkeiten habe ich? Herr Michael Ehling von der Burk AG gibt einen Überblick über das Handwerkszeug der Liquiditätssteuerung bei kleinen und mittleren Unternehmen in der Krise.

Liquidität: Verbesserung durch Entschuldung

Welche Möglichkeiten der Entschuldung bieten sich nach Corona dem kleinen und mittleren Unternehmen? Die Rechtsanwälte Dirk Hofschulte von Alpmann Fröhlich und Andre Kremer von MÖNIG Wirtschaftskanzlei geben einen Überblick über pragmatische und bezahlbare Varianten der Entschuldung.

Marketing nach Corona: Nichts wird sein wie es war

Wie animiere ich Kunden und Gäste zum Wiederkommen? Aus der Praxis berichten Marcus Geßler (art y vent) für die Gastronomie und Christoph Berger (Modehaus Ebbers) für den Handel über Ideen, Möglichkeiten und Erfahrungen. Auch für Handwerksbetriebe wird sicher die ein oder andere interessante Idee dabei sein.

Sonderfonds für Kulturveranstalter

Mit einem Sonderfonds in Höhe von bis zu 2,5 Milliarden Euro will der Bund ein breit gefächertes Angebot an Kulturveranstaltungen nach der langen Zeit der Pandemie wieder möglich machen. Damit können Konzerte, Theateraufführungen, Kinovorstellungen und andere kulturelle Veranstaltungen auch in Münster wieder anlaufen.

Das Bundesministerium für Finanzen informiert zu diesem Programm.